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10 Jahre Bund-Länder-Programm

Das BMZ in Berlin. Foto: gemeinfrei, via Wikimedia Commons

Berlin. – Das Bund-Länder-Programm (BLP) des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) blickt im Rahmen eines zweitägigen Netzwerktreffens in der hamburgischen Landesvertretung in Berlin auf mehr als zehn Jahre erfolgreiche Kooperation zwischen Bund, Ländern und Partnerländern im globalen Süden zurück. Seit dem Start des Programms haben Bund und Länder gemeinsam 101 Projekte in rund 30 Partnerländern im globalen Süden auf den Weg gebracht.

„Mit dem Bund-Länder-Programm bündeln wir die Stärken von Bund und Ländern in der Entwicklungszusammenarbeit“, erklärt der Parlamentarische Staatssekretär Johann Saathoff. „Es ist ein wichtiges Innovationslabor der deutschen Entwicklungspolitik. Wenn Bund, Länder und ihre Institutionen gemeinsam mit Partnern im globalen Süden Lösungen erproben, entstehen praxisnahe und übertragbare Ansätze. Mit dem Programm werden wir diesen Weg konsequent weitergehen und die Zusammenarbeit von Bund und Ländern in unserer Entwicklungszusammenarbeit weiter stärken.“

Das vom BMZ beauftragte und von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) durchgeführte Bund-Länder-Programm ist ein etabliertes Kooperationsformat der dezentralen Entwicklungszusammenarbeit. Es unterstützt die entwicklungspolitischen Aktivitäten der deutschen Länder mit finanziellen Ressourcen sowie Büro- und Netzwerkstrukturen der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit in den Partnerländern. Durch diese Partnerschaften entstehen innovative Pilotprojekte und modellhafte Ansätze – etwa in den Bereichen nachhaltige Stadtentwicklung, kommunale Daseinsvorsorge, berufliche Bildung, Klima- und Ressourcenschutz oder digitale Transformation.

Gelebte Solidarität

Die Staatsrätin und Bevollmächtigte der Freien und Hansestadt Hamburg beim Bund, der Europäischen Union und für Auswärtige Angelegenheiten Liv Assmann betont: „Seit zehn Jahren bürgt das Bund-Länder-Programm für gelebte Solidarität mit den Ländern des globalen Südens. Es nutzt gezielt die Netzwerke und Expertise der Länder, setzt diese in Wert und bringt gemeinsam mit dem Bund Lösungen für nachhaltige Entwicklung hervor. So verbindet es nationale Verantwortung mit internationaler Partnerschaft, die für unsere Stadt als Mitveranstalterin der Hamburg Sustainability Conference besonderen Wert hat.“

Das Netzwerktreffen findet am 23. und 24. April 2026 in der hamburgischen Landesvertretung in Berlin statt. Zu Beginn begrüßt Staatsrätin Liv Assmann die Teilnehmenden und stellt das entwicklungspolitische Engagement der Freien und Hansestadt Hamburg vor. Dazu gehört auch die Partnerschaft mit Dar es Salaam in Tansania.

In Gesprächsrunden tauschen sich unter anderem der Bundestagsabgeordnete Thomas Rachel, die Staatsrätin der Freien Hansestadt Bremen, Nancy Böhning, das VENRO-Vorstandsmitglied Gifty Rosetta Amo Antwi und der GIZ-Abteilungsleiter Tilman Nagel aus. Sie sprechen darüber, wie sich die Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit von Bund, Ländern und Kommunen mit Partnerländern verändern und welche Rolle die deutschen Länder künftig in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit spielen können.

=> Informationen zum Bund-Länder-Programm

Quelle: bmz.de

Foto: Das BMZ in Berlin. Public Domain, via Wikimedia Commons

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