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Kolumbien: Erste Konferenz zum Ausstieg aus fossilen Brennstoffen

brot fdw

Berlin. – Bis heute hat es die internationale Gemeinschaft nicht geschafft, bei den jährlich stattfindenden UN-Klimagipfeln den Ausstieg aus fossilen Energien zu beschließen. Auf Initiative von Kolumbien und den Niederlanden findet deshalb vom 24.-29. April die erste Konferenz zum Ausstieg aus fossilen Brennstoffen in Santa Marta (Kolumbien) statt.

Gastgeber Kolumbien und die Niederlande werden von über 50 Ländern unterstützt. Ziel der Konferenz ist es, parallel zu den festgefahrenen Klimaverhandlungen eine Koalition aus Staaten zusammenzubringen, die für ein internationales Abkommen für einen fairen Ausstieg aus fossilen Energien arbeitet.

«Die Konferenz ist für die am wenigsten entwickelten Staaten von großer Bedeutung», sagt Sabine Minninger, Klimaexpertin von Brot für die Welt. «Obwohl diese Länder am wenigsten zu den globalen Emissionen beitragen, sind sie am stärksten von den Folgen des Klimawandels betroffen. Der Krieg im Iran zeigt uns deutlich, wie abhängig die Welt von fossilen Energieträgern ist und wie gefährlich diese Abhängigkeit ist.»

Hunger droht

Die Sperrung der Straße von Hormus gefährde viele afrikanische Staaten in ihrer Ernährungssicherheit, da sie höhere Dünger-, Energie- und Transportkosten stemmen müssen. Zugleich sei Afrika reich an erneuerbaren Energiequellen, die bislang jedoch kaum genutzt werden. Millionen Menschen hätten noch immer keinen Zugang zu Elektrizität und sauberen Kochmöglichkeiten.

Die Konferenz in Santa Marta biete eine entscheidende Gelegenheit, diese Ungerechtigkeit zu korrigieren, so Brot für die Welt. Eine angemessene Klimafinanzierung für die ärmsten Staaten könne dabei helfen, die Erschließung erneuerbarer Energien voranzubringen.

Zusammen mit einem internationalen inter-religiösen Bündnis unterstützt Brot für die Welt die Ziele der Initiative zum Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen (Fossil Fuel Non-Proliferation Treaty Initiative). Die Initiative fordert Staats- und Regierungschefs weltweit auf, einen Vertrag zum Ausstieg aus fossilen Brennstoffen zu verabschieden, der Folgendes vorsieht:

  • Die Erschließung neuer Kohle-, Öl- und Gasvorkommen wird eingestellt.
  • Die bestehende Förderung fossiler Brennstoffe muss rasch und gerecht auslaufen und dabei sicherstellen, dass betroffene Arbeitnehmer*innen und Gemeinden unterstützt werden.
  • Eine globale gerechte Energiewende muss allen Menschen universellen Zugang zu sauberer, sicherer, zuverlässiger und bezahlbarer erneuerbarer Energie sichern.

=> https://faithsforafossilfreefuture.org

Quelle: brot-fuer-die-welt.de

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