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Caritas unterstützt Kampf gegen Ebola im Kongo

Grafik: NIAID, CC BY 2.0 , via Wikimedia Commons

Freiburg. – Caritas international unterstützt mit 50.000 Euro den Kampf gegen die Ebola-Epidemie in der nordkongolesischen Provinz Ituri und im Grenzgebiet zu Uganda. Das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes kann beim Kampf gegen Ebola auf Erfahrungen aus dem Jahr 2019 zurückgreifen, als das Virus im Nordosten des Kongos zirkulierte und mehr als 2.000 Menschenleben forderte.

„Jetzt ist rasches und besonnenes Handeln wichtig, damit die Ebola-Ansteckungen nicht völlig außer Kontrolle geraten und schnell wieder eingedämmt werden können“, sagte Volker Gerdesmeier, Leiter des Afrikareferats von Caritas international. „Sehr beunruhigend ist, dass Ebola offensichtlich bereits die weiter südlich gelegene Stadt Goma in der Provinz Nord-Kivu erreicht hat. Ein erster Fall wurde von dort berichtet.“

Ein Problem bei der Eindämmung der Seuche damals wie heute seien die katastrophalen humanitären Zustände in der Region, die sich durch eine marode Sicherheitslage gegeneinander kämpfender Milizen, durch Unterernährung und ein weitgehend zusammengebrochenes Gesundheitssystem geprägt seien, erklärte Gerdesmeier. Wichtig sei es daher, die von der Caritas in Bunia und Goma unterstützten Gesundheitszentren zu schützen, damit sie sicher weiterarbeiten können.

Aufklärung ist wichtig

Aufklärung ist ein weiterer wichtiger Baustein im Kampf gegen die Ebola-Epidemie. „Unsere Partnerorganisationen informieren über die Ansteckungswege von Ebola, damit sich die Menschen im Umgang mit Erkrankten oder Toten richtig verhalten und sich nicht selbst gefährden.“ Zudem müssten die Menschen Bescheid wissen, um eine Stigmatisierung Infizierter zu verhindern, so Gerdesmeier.

„Es ist kein Zufall, dass Ebola erneut im Ostkongo ausbricht. Es ist eine Armutsseuche, die durch unhaltbare hygienische Zustände und eine völlig überforderte Gesundheitsversorgung ausgelöst wird“, kritisierte Gerdesmeier. „Diese Region muss endlich aus ihrer unsäglichen Lage herauskommen, die durch militärische Gewalt immer weiter eskaliert.“ Die Welt müsse endlich hinsehen, fordert Gerdesmeier: „Nach dem Sudan besteht im Ostkongo die größte humanitäre Krise in ganz Afrika– und das seit Jahren.“

Caritas international ist seit Jahrzehnten mit Partnerorganisationen in den kongolesischen Provinzen Ituri und Nord-Kivu engagiert und unterstützt beispielsweise in Goma die Menschen mit Wasser, Lebensmitteln, Hygienemaßnahmen und durch mobile Kliniken bei der Gesundheitsversorgung. In der Provinz Ituri wird mithilfe des Auswärtigen Amtes zudem die Ernährungssituation verbessert. Insgesamt erreichen die Caritas-Hilfen in dieser Region rund 150.000 Menschen.

Quell: www.caritas-international.de

Grafik: Ebola-Virus, NIAID, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

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