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DR Kongo: Engpässe bei medizinischer Versorgung

Grafik: Wappen der DR Kongo, vectorised by user:Fenn-O-maniC, Public domain, via Wikimedia Commons

Bonn. – Die Bekämpfung des Ebola-Ausbruchs im Osten der Demokratischen Republik Kongo bleibt ein Wettlauf gegen die Zeit. Gegen den Ebola-Virus-Stamm Bundibugyo gibt es nach wie vor keinen Impfstoff oder wirksame Behandlungsmethoden. Gesundheitseinrichtungen sind mangels ausreichender Finanzierung mit gravierenden Engpässen bei Schutzkleidung für Personal, Hygienematerialien und diagnostischen Mitteln konfrontiert.

Für CARE in der DR Kongo haben Kürzungen der Hilfsgelder zu einer Budgetreduktion um 26 Prozent geführt, sodass ein Drittel der nationalen Mitarbeitenden nicht weiter beschäftigt werden konnte. Jetzt mangelt es an ausreichend Personal für Gesundheitsaufklärung und Ebola-Prävention.

„Mit angemessener Finanzierung hätten wir vom ersten Tag an mit der Verteilung wichtiger Materialien wie Schutzkleidung begonnen, stattdessen starteten wir bei null und haben wichtige Zeit verloren. Wenn es Wochen dauert, bis Hilfsgüter zum Beispiel aus Nairobi oder Kampala eintreffen, breitet sich das Virus schnell weiter aus“, sagt Dr. Amadou Bocoum, CARE-Landesdirektor in der DR Kongo. „In schwer erreichbaren und unsicheren Konfliktgebieten wie Djugu, Irumu und Mambasa verlängert sich der Transport über Land um mehrere Tage. Die lebensrettende Hilfe für die Gemeinden verzögert sich so weiter.“

Frauen besonders gefährdet

Laut WHO sind über 60 Prozent der Ebola-Verdachtsfälle bei diesem Ausbruch Frauen. Sie sind besonders gefährdet, da sie meist die Pflege von Erkrankten übernehmen. Der Ausbruch trifft Gemeinden, die bereits am Rande ihrer Belastungsgrenze stehen. Durch jahrelange Konflikte, Vertreibung und unterfinanzierte Gesundheitsdienste haben die Menschen kaum noch Ressourcen, um eine weitere Krise zu bewältigen. Die Gesundheitsversorgung für Mütter ist bereits stark überlastet. Schwangere und stillende Frauen sind gravierenden Risiken wie Fehlgeburten, Komplikationen und Müttersterblichkeit ausgesetzt. Überdies erschweren weit verbreitete Falschinformationen den Zugang zu medizinischer Versorgung.

CARE fordert eine erhebliche und sofortige Aufstockung der finanziellen und technischen Unterstützung für Hilfsmaßnahmen, damit Organisationen, darunter lokale und von Frauen geführte Organisationen, die Menschen in Not schnell und effektiv erreichen können. „Globale Gesundheitssicherheit ist kein Glücksspiel. Medizinisches Personal in der ersten Reihe kann dieses Virus nicht allein stoppen – ohne die notwendigen Hilfsmittel und ohne koordinierte globale Maßnahmen werden die Menschen in den Ausbruchsgebieten den Preis dafür zahlen“, sagt Robyn Savage, CARE-Koordinatorin für Humanitäre Hilfe.

Quelle: care.de

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