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G7: ONE fordert Soforthilfe gegen Öl-Schock

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Berlin. – Anlässlich des G7-Gipfels im französischen Évian ruft die Entwicklungsorganisation ONE die G7-Staats- und Regierungsoberhäupter auf, dazu beizutragen, die Ebola-Epidemie in Zentralafrika zu beenden. Zudem sollen sie die Folgen des Kriegs im Mittleren Osten und des daraus resultierenden Öl-Schocks für die Weltwirtschaft abfedern. Viele afrikanische Länder sind besonders schwer davon betroffen. Millionen Menschen drohen zusätzlich in Hunger und Armut zu stürzen. 

Lisa Ditlmann, Deutschland-Direktorin von ONE, erklärte: “Wenn die G7 relevant bleiben wollen, müssen sie Antworten auf die Krisen unserer Zeit liefern. Der Öl-Schock trifft Afrika besonders hart. Die G7 dürfen nicht zulassen, dass Millionen Menschen den Preis für einen Krieg bezahlen, den sie nicht verursacht haben.” 

ONE fordert die G7-Staaten auf, besonders betroffenen Ländern Notfallkredite zur Verfügung zu stellen, um die Folgen der steigenden Energie- und Lebensmittelpreise abzufedern. Zudem fordert ONE die G7 auf, die während der Corona-Pandemie eingeführte Initiative zur vorübergehenden Aussetzung von Schuldenzahlungen zu reaktivieren und internationale Finanzinstitutionen damit zu beauftragen, Lösungen für die Umschuldung besonders betroffener einkommensschwacher Länder zu entwickeln. 

In Gesundheit investieren

Zum Ebola-Ausbruch in Zentralafrika sagte Ditlmann: “Ebola erinnert uns daran: Krankheiten machen nicht an Grenzen Halt. Wer bei der globalen Gesundheit spart, riskiert die nächste Krise. Wie viele Ebola-Ausbrüche braucht es denn noch, bis wir begreifen, dass Investitionen in globale Gesundheit in unserem eigenen Interesse liegen? Die G7 müssen wieder mehr statt weniger in die Entwicklungszusammenarbeit investieren.“ 

ONE ruft die G7-Staaten auf, insbesondere stärker in den Bereich Health Security zu investieren. Dabei sollen sie zum einen Gesundheitssysteme in fragilen Staaten stärken und zum anderen in Institutionen wie die Impfallianz Gavi und den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria investieren. Beide können maßgeblich dazu beitragen, die gegenwärtige Ebola-Epidemie in Zentralafrika einzudämmen.

Quelle: one.org

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