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Deutsch- Afrikanisches Symposium in Hannover

Hannover (epo.de). – Mehr als 30 hochkarätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Afrika und Deutschland wollen vom 10. bis 12. September in Hannover über „Transformationen von Oralität in modernen Schriftkulturen“ diskutieren. Der internationale Kongress am Deutschen Seminar der Leibniz Universität wird von Dr. Hans-Peter Klemme und dem Verband Germanistik in Afrika Subsahara (GAS) ausgerichtet.

Oralität, die mündliche Kultur, verändert sich in diversen Aspekten während und nach der Etablierung einer Schriftkultur. Die gesellschaftliche Bedeutung dieser Transformation soll im Rahmen des Symposiums hinterfragt und in ihren kulturellen und sprachlichen – vor allem aber in ihren literarischen beziehungsweise medialen Erscheinungsformen – dargestellt und diskutiert werden.

Die Vorstellung, Oralität sei per se gleichbedeutend mit „Tradition“, wird problematisiert, die Sensibilisierung für Facetten und Widersprüche der Entstehung und Entwicklung einer Gleichzeitigkeit von Oralität und Schriftlichkeit sind Thesen, die es zu diskutieren gilt. Auch die Erarbeitung von Perspektiven und Arbeitsweisen einer interkulturellen Kooperation zwischen Kulturwissenschaftlern aus dem subsaharischen Afrika und dem deutschsprachigen Raum ist Thema der Tagung.

Die Thyssen-Stiftung, das Niedersächsische Kultusministerium und das Hochschulbüro für Internationales der Leibniz Universität Hannover unterstützen die Tagung finanziell. Die Vorträge des Symposiums sollen in gedruckter Form im deutsch- afrikanischen Jahrbuch „Welfengarten“, herausgegeben von Prof. em. Leo Kreutzer und David Simo, veröffentlicht werden.

www.deutsch-afrikanisches-symposium.de

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