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Sturzflut in Nepal: Deutsche Hilfe läuft an

Grafik: Flagge von Nepal. Public Domain, via Wikimedia Commons

Berlin. – Nach der verheerenden Sturzflut in Nepal laufen die Hilfsaktionen deutscher Organisationen an. Caritas international, die Diakonie Katastrophenhilfe, Misereor, Oxfam, terre des hommes, Handicap International und viele weitere Hilfsorganisationen stellen Soforthilfen für die betroffenen Menschen in Nepal bereit.

Die nepalesischen Partnerorganisationen von Misereor versorgen in den besonders betroffenen Distrikten Rasuwa und Nuwakot Haushalte mit Lebensmitteln und Hygienekits. Die Diakonie Katastrophenhilfe stellt Partnern der ACT Alliance, dem weltweit größten kirchlichen Netzwerk für humanitäre Hilfe, finanzielle Mittel für Soforthilfe bereit.

Nach ersten Angaben von Regierungsbehörden und Medien sind mindestens 460 Menschen bei der Sturzflut im Himalaja ums Leben gekommen, mehr als 1.600 werden in Nepal und der autonomen chinesischen Provinz Tibet vermisst. Die Hilfsorganisationen haben aber viele abgelegene Gebiete noch nicht erreichen können, so dass die Zahl der Opfer weiter ansteigen dürfte.

„Die meterhohe Sturzflut kam ohne Vorwarnung und hat Menschen, Straßen und ganze Dörfer mitgerissen“, erklärte Michael Frischmuth, Regionalleiter der Diakonie Katastrophenhilfe. „Unsere Gedanken sind bei den vielen Opfern und denen, die jetzt Unterstützung benötigen.“

Nepal besonders katastrophenanfällig

Nepal gilt als besonders katastrophenanfällig. Laut dem Anpassungsindex von Brot für die Welt drohen dem Land durch Hitzewellen, schwere Regenfälle, extreme Überschwemmungen, Erdrutsche und Gletscherseeausbrüche enorme Klimagefahren. Die Anpassung daran hält jedoch nicht Schritt, weil eine ausreichende internationale Finanzierung dafür fehlt. „Diese Katastrophe macht deutlich: Jede Sekunde zählt, um frühzeitig Menschen zu warnen und Leben zu retten. Gerade in Zeiten des Klimawandels ändern und verschärfen sich die Risiken. Bedrohte Länder wie Nepal müssen darin unterstützt werden, sich auf solche Herausforderungen vorzubereiten“, betont Michael Frischmuth.

Auch lokale Partnerorganisationen von Terre des Hommes sind im Einsatz. Erste Bedarfsanalysen vor Ort zeigen, dass die Menschen vor allem sichere Unterkünfte, Nahrungsmittel und sauberes Trinkwasser benötigen. Ebenso dringlich ist die medizinische Grundversorgung, um Verletzte zu behandeln und die Gefahr von Krankheiten einzudämmen. Darüber hinaus müssen lebensnotwendige humanitäre Hilfsgüter wie Decken und Hygieneartikel verteilt werden.

Nach Angaben von Oxfam benötigen rund 8.700 Haushalte – fast 40.000 Menschen – Unterstützung. Zerstörte Straßen, Brücken und Kommunikationswege erschwerten die Hilfe erheblich. Betroffene Gebiete seien derzeit fast nur aus der Luft zugänglich. Die nepalesische Regierung hat unter anderem um Nahrungsmittel, Notunterkünfte und Wasseraufbereitung gebeten.

„Ganze Stadtviertel liegen unter Schlamm, die Rettungsteams graben noch. Das Wasser stieg innerhalb einer halben Stunde um neun Meter. Was wir bisher sehen, ist nur das, was wir überhaupt erreichen können“, berichtete Santosh Pandey, humanitärer Einsatzleiter von Oxfam in Nepal.

Grafik: Flagge von Nepal. Public Domain, via Wikimedia Commons

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