Bonn (epo.de). – Dem Thema „Menschen mit Behinderung in humanitären Notsituationen“ widmet sich eine internationale Tagung am 7. und 8. November im Bonner Gustav-Stresemann-Institut. Bei der Tagung arbeitet ein breites Spektrum von Organisationen zusammen, die in der Nothilfe oder der Unterstützung von Behinderten in Entwicklungsländern tätig sind.
Die Erfahrungen der vergangenen Jahre, und besonders des Tsunamis, haben deutlich gemacht, dass behinderte Menschen in humanitären Notsituationen kaum berücksichtigt werden. Dies hat zur Folge, dass diese besonders verletzliche Gruppe am stärksten durch solche Katastrophen betroffen ist und für sie die negativen Auswirkungen deutlich höher sind.
Aufgrund dieser Situation ist in der neuen Menschenrechts-Charta der Vereinten Nationen für Menschen mit Behinderung ein Artikel zu humanitären Notlagen enthalten. In der im Dezember 2006 verabschiedeten UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung fordert Artikel 11 alle erforderlichen Maßnahmen ein, „um in Gefahrensituationen, einschließlich bewaffneter Konflikte, humanitärer Notlagen und Naturkatastrophen, den Schutz und die Sicherheit von behinderten Menschen zu gewährleisten“.
Wie dieses umgesetzt werden kann, soll auf der internationalen Tagung „Menschen mit Behinderung in humanitären Notsituationen“ vorgestellt und diskutiert werden, die vom 7.-8. November 2007 im Gustav-Stresemann-Institut in Bonn stattfinden wird. Die Tagung wird gemeinsam veranstaltet von Behinderung und Entwicklungszusammenarbeit, Caritas International, Christoffel-Blindenmission, Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband, Handicap International und Kindernothilfe.




