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MISEREOR: Indien muss mehr für Armutsbekämpfung tun

MisereorAachen (epo.de). – Der wirtschaftliche Aufschwung in Indien muss auch den armen Bevölkerungsgruppen zu Gute kommen. Das hat MISEREOR-Hauptgeschäftsführer Josef Sayer anlässlich der Indienreise von Bundeskanzlerin Angela Merkel angemahnt. „Es ist gut, dass die Bundeskanzlerin neben politischen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Themen auch entwicklungspolitische Fragestellungen auf ihrer Indienreise in den Mittelpunkt stellt“, sagte Sayer.

Von den positiven Globalisierungseffekten profitiere nur ein geringer Teil der Gesamtbevölkerung Indiens und nicht die „Ärmsten der Armen“, erklärte Sayer. So habe das Wirtschaftswachstum nicht zu einer wesentlichen Verbesserung der Infrastruktur in den ländlichen Regionen geführt. Noch immer hätten 40 Prozent der Menschen auf dem Land keinen Zugang zur Stromversorgung. Ganze Bundesstaaten, vor allem in Nordindien, seien vom Wirtschaftsboom weiterhin ausgeschlossen.

Ein wichtiger Schritt in Richtung einer gerechteren Verteilung sei es, so Sayer, Familien den Zugang zu günstigen Darlehen zu ermöglichen, wie es die „National Bank for Agriculture and Rural Development“ (NABARD) ermögliche. NABARD unterstütze so 2,9 Millionen Frauen in Selbsthilfegruppen in ganz Indien. Viele dieser Gruppen gehörten zu Projekten von MISEREOR-Partnern in Indien. Der Zugang von armen und diskriminierten Bevölkerungsgruppen zu Darlehen sei wichtig, um Armut zu verhindern und die Selbsthilfefähigkeit der Menschen zu stärken, so Josef Sayer. Bundeskanzlerin Merkel hatte die Bank NABARD am Dienstag besucht.

Der MISEREOR-Hauptgeschäftsführer zeigte sich zudem erfreut über die Ankündigung Merkels, das Thema Klimaschutz weiterzutragen und auch an den Bedürfnissen und Problemen der ärmsten Länder auszurichten.

? www.misereor.de

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