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Mehr als 700 Anfragen für Projekte in Südasien

Berlin (epo). – Die Partnerschaftsinitiative der Bundesregierung für Südasien hat bereits mehr als 700 Anfragen verzeichnet. Wie Staatssekretär Erich Stather vom Bundesentwicklungsministerium erklärte, sei bei der vom Ministerium eingerichteten und Anfang des Jahres deutlich aufgestockten „Kommunalen Servicestelle – Partnerschaftsinitiative“ jetzt die praktische Umsetzung von Partnerschaftsprojekten angelaufen.

 

Parallel dazu ermittle der zur Umsetzung der Partnerschaftsinitiative gegründete interministerielle Arbeitsstab im Auswärtigen Amt nachhaltig wirkende Projekte in der von der Flutkatastrophe betroffenen Region Südasiens, die auf die Bedürfnisse der Menschen zugeschnitten seien. „Für die Partnerschaften stehen dabei folgende Bereiche im Mittelpunkt: der Wiederaufbau von Schulen und Bildungseinrichtungen, Krankenhäusern und zerstörten Fischerdörfern sowie die Hilfe für Kinder und der Wiederaufbau der örtlichen Infrastruktur“, sagte Stather. Dazu wurden Partnerschaftsbüros in den deutschen Botschaften, Konsulaten und Außenstellen eingerichtet, die in enger Abstimmung mit den Regierungen der Zielländer und den vor Ort aktiven Hilfsorganisationen geeignete Projekte ermitteln. Auch die „Kommunale Servicestelle – Partnerschaftsinitiative“ stimme sich in Deutschland eng mit Nichtregierungsorganisationen ab.

„Besonders freut es mich, dass erste Partnerschaften bereits vermittelt werden konnten und die praktische Umsetzung begonnen hat“, betonte der Staatssekretär. So finanzierten der Deutsche Fußball-Bund und die Deutsche Fußballliga mit ihrer Spende den Wiederaufbau eines Krankenhauses in Banda Aceh. Frankfurt am Main unterstütze den Wiederaufbau einer Bibliothek in Banda Aceh. Der Kreis Potsdam-Mittelmark fördere den Bau eines Waisenhauses („Schule des Lebens“) in Thailand. Außerdem seien mehrere Schulpatenschaften in Sri Lanka vermittelt worden. Von Sachspenden bittet der Arbeitsstab weiterhin abzusehen, da die Transport- und Zollkosten häufig unverhältnismäßig hoch seien.

„Wir setzten alles daran, dass die Partnerschaftsinitiative der Bundesregierung in Kooperation mit den Bundesländern, den kommunalen Spitzenverbänden sowie in Abstimmung mit den deutschen Nichtregierungsorganisationen zügig, aber gründlich handeln wird. Unser Ziel ist es, langfristige und nachhaltige Partnerschaften aufzubauen. Dafür ist wichtig, dass auch entwicklungspolitisches Wissen zum Tragen kommt“, unterstrich Stather. Deshalb vermittele die „Kommunale Servicestelle – Partnerschaftsinitiative“ nicht nur geeignete Projekte, sondern stelle auch ihr entwicklungspolitisches Fachwissen zur Verfügung und bietet umfangreiche Beratung an.

 Kommunale Servicestelle – Partnerschaftsinitiative

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