
„Wir begrüßen, dass im Oktober 2007 auch der UN-Sicherheitsrat die Vergewaltigung von Frauen und Mädchen in Kriegssituationen deutlich verurteilt und die konsequente Verfolgung solcher Taten fordert“, erklärte EIRENE Geschäftsführerin Angela König. „Wir erwarten aber auch, dass den Worten endlich Taten folgen und die Vergewaltiger und Mörder vor Gericht gestellt werden. Allein im Osten des Kongo wurden über 200.000 Frauen vergewaltigt, Zehntausende danach grausam verstümmelt oder ermordet.“
Nach Berichten des EIRENE-Regionalkoordinators, Christoph van Edig, und weiterer Hilfsorganisationen fördert die de facto Straflosigkeit solcher Verbrechen im Osten des Kongo ein Klima, in dem Vergewaltigungen zu einer ‚Normalität‘ werden. Auf der anderen Seite würden die Frauen, die Opfer des Missbrauchs wurden – und es überlebten – nicht nur mit ihren schweren körperlichen und seelischen Verwundungen allein gelassen, sondern gesellschaftlich stigmatisiert.
„Die deutsche Bundesregierung, die Staaten der Europäischen Union und vor allem die USA dürfen vor der Gewalt im Osten des Kongo nicht länger wegsehen. Das Menschenrecht auf Leben und auf körperliche Unversehrtheit muss vor geostrategischem Kalkül stehen“, so die Forderung von Angela König.
EIRENE bereitet zur Zeit den Einsatz von Friedensfachkräften im Kongo vor, die lokale Organisationen dabei unterstützen, die Gewalterfahrungen aufzuarbeiten und Strukturen zur gewaltfreien Konfliktbearbeitung aufzubauen.




