Berlin (epo.de). – Am Ende der Wiederauffüllungskonferenz für die International Development Association (IDA) haben die 45 Geberstaaten der Weltbanktochter am Freitag insgesamt 30,6 Mrd. Euro für die kommenden drei Jahre zugesagt. Die International Development Association konzentriert sich in ihrer Arbeit auf die ärmsten Entwicklungsländer. Wiederauffüllungen finden alle drei Jahre statt. Die Bundesregierung wertete das Ergebnis der zweitägigen Verhandlungen als Stärkung der Weltbank.
„Von Berlin geht heute ein gutes Zeichen für die Ärmsten der Armen aus. Die Weltbank verfügt in den kommenden drei Jahren über deutlich mehr Mittel, um die Armut in den ärmsten Ländern zu bekämpfen. Das ist auch ein klarer Vertrauensbeweis für die Weltbank und ihren neuen Präsidenten Robert Zoellick“, erklärte Staatssekretär Erich Stather vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) zum Abschluss der Verhandlungen.
Der deutsche Gesamtbeitrag zu IDA steigt laut BMZ auf 1.514 Millionen Euro. Das entspreche einer Erhöhung um 18,57 Prozent. Hinzu kommen rund 184 Mio. Euro, die Deutschland als Kompensation für die multilaterale Entschuldungsinitiative beisteuert. „Wir freuen uns, dass wir unseren Beitrag deutlich steigern konnten. Die Weltbank ist die zentrale Entwicklungsbank. Sie spielt für das Erreichen der Millenniumsentwicklungsziele eine entscheidende Rolle“, so Stather. Deutschland bleibe mit diesem Beitrag der viertgrößte Geber zu IDA.
Die Bundesregierung begrüßte die inhaltlichen Schwerpunkte der Weltbank: „Wir haben uns zusammen mit anderen europäischen Staaten dafür eingesetzt, dass die Weltbank ihre Unterstützung für fragile Staaten und Post-Konflikt-Länder weiter ausbaut. Nur so kann der Rückfall in Krieg und Chaos verhindert werden. Wir begrüßen zudem, dass die Weltbank ihre Arbeit stark auf Afrika fokussiert und mehr als 50% der IDA-Ressourcen in Subsahara-Afrika einsetzt.“ Besonders unterstrich Stather die Notwendigkeit des Kampfes gegen den Klimawandel. „Beim Klimaschutz und bei der Unterstützung der ärmsten Länder bei der Anpassung an den Klimawandel warten auf die Weltbank große Aufgaben.“
Im Laufe des Jahres fanden fünf Verhandlungsrunden für die 15. Wiederauffüllung von IDA statt – in Paris im März 2007, in Maputo im Juni 2007, in Washington im Oktober 2007, in Dublin im November 2007 und jetzt in Berlin.
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