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Kenia: Caritas weitet Hilfe für Opfer der Unruhen aus

CaritasFreiburg (epo.de). – Aufgrund der anhaltenden Gewalt in Kenia weitet Caritas seine Hilfe für die Opfer der Unruhen deutlich aus. Um 30.000 Flüchtlinge mit Lebensmitteln, Wasser und Medikamenten versorgen zu können, werden zunächst 300.000 Euro von der deutschen, englischen, irischen und US-amerikanischen Caritas bereitgestellt. Um die Menschen mindestens drei Monate lang versorgen zu können, würden jedoch mindestens 1,8 Millionen Euro benötigt. Caritas international, das Hilfswerk der deutschen Caritas, ruft die deutsche Bevölkerung deshalb zu Spenden auf.

Die Hilfen der Caritas Kenia erstrecken sich derzeit auf 13 von 16 Regionen. Vielfach hätten sich die Opfer der Unruhen in Kirchen und Gemeindesäle geflüchtet, wo sie von den Caritas-Mitarbeitern vor Übergriffen geschützt sowie mit Lebensmitteln, Wasser, Decken und Medikamenten versorgt werden, teilte die Organisation mit. Mindestens 800 Menschen sind laut Angaben der Caritas Kenia bei den Unruhen bislang ums Leben gekommen; 250.000 Menschen sind auf der Flucht. Laut Stephen Kituku, Nothilfe-Experte der Caritas Kenia, ist die Versorgungslage äußerst schwierig: „Es fehlt an Lebensmitteln und Unterkünften. Anhaltender Regen erschwert unsere Hilfsaktionen.“

Aufgrund der Unruhen und damit einhergehender Straßensperren ist mittlerweile auch die Versorgung von Hilfsprojekten der Caritas im Ostkongo, Ruanda und Burundi gefährdet. Im Ostkongo sind die Preise für Hilfsgüter aufgrund der Versorgungsengpässe bereits massiv angestiegen.

Der Präsident des weltweiten Caritasverbundes, Kardinal Oscar Rodriguez, forderte unterdessen in einem gemeinsamen Appell mit dem Präsidenten der Caritas Africa, Erzbischof Cyprian Kizito Lwanga, die Kenianer auf, die Gewalt sofort zu beenden. „Kenia steht am Abgrund. Aber noch ist es nicht zu spät, die Katastrophe zu verhindern. Wir rufen alle Kenianer auf, die Gewalt sofort zu stoppen und appellieren an Kenias Regierung und die Oppositionsparteien, alles in ihrer Macht stehende zu tun, um eine friedliche Lösung für den Konflikt zu finden.“

Für ihre Hilfsprogramme ruft Caritas international zu Spenden auf. Spenden mit Stichwort ?Kenia? werden erbeten auf:

Caritas international, Freiburg, Spendenkonto 202 bei der Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe BLZ 660 205 00 oder online unter: www.caritas-international.de

Diakonie Katastrophenhilfe, Stuttgart, Spendenkonto 502 707 bei der Postbank Stuttgart BLZ 600 100 70 oder online www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/

 www.caritas-international.de

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