
Aktuell bereiten die lokalen Partnerorganisationen von medico international und HAUKARI Nothilfemaßnahmen für kurdische Flüchtlinge aus der bergigen Qandilregion (Provinz Sulaimania) an der iranisch-irakischen Grenze vor. Hier habe die türkische Armee bereits im Dezember mit Luftangriffen auf vermutete PKK-Stellungen begonnen, so medico. Die Bevölkerung von insgesamt 38 Bergdörfern sei davon betroffen. „Es wurden auch Wohnhäuser, Schulen, Gesundheitsstationen und Moscheen zerstört. Die meisten der hier lebenden Menschen, vor allem Frauen, Kinder und ältere Menschen, sind geflohen und haben am Rande der Kleinstädte im Peshder-Tal Zuflucht gesucht“, berichtete Karin Mlodoch von HAUKARI.
Auch in den aktuell nicht direkt von den Bombardierungen betroffenen Dörfern ist die Situation nach Angaben der Hilfsorganisationen prekär: Medizinisches Personal wurde aus Angst vor Angriffen aus den Gesundheitsstationen abgezogen. Die Versorgungswege sind unterbrochen. Auch aus diesen Dörfern sind bereits viele Familien ins Peshder-Tal geflohen.
Die jetzt betroffenen Dörfer wurden 1991 mit Unterstützung von medico international wieder aufgebaut, nachdem sie bereits in den 70er Jahren durch die Truppen Saddam Husseins dem Erdboden gleichgemacht worden waren. Für die Versorgung der Flüchtlinge mit Medikamenten, Decken, Öfen und warmer Kleidung durch das kurdische Frauenzentrum KHANZAD und die Kurdistan Health Foundation (KHF) ruft medico international zu Spenden auf:
medico international
Konto-Nr. 1800
Frankfurter Sparkasse
BLZ 500 502 01
Spenden-Stichwort: Kurdistan




