Siegburg (epo.de). – Die neue Broschüre „Die Informationslücke schließen“ dokumentiert die gleichnamige Tagung vom 20. November 2007 in Bonn. Durch diese Begegnung förderte SÜDWIND den Erfahrungsaustausch zwischen Analysten von Fonds, die ihr Geld nach Nachhaltigkeitskriterien anlegen, und Experten aus Entwicklungsländern. Mit der Tagung verlieh SÜDWIND der Forderung Nachdruck, dass entwicklungspolitische Kriterien eine stärkere Berücksichtigung in Nachhaltigkeitsfonds finden.
Seit 2003 arbeitet das Institut zum Thema „Sozialverantwortliche Geldanlage und Entwicklung“. „Unser Ziel ist es, sozialverantwortliche Geldanlage als ein Mittel der Veränderung in Entwicklungsländern einzusetzen. Wir arbeiten dazu mit Nichtregierungsorganisationen aus Ländern wie Pakistan, Brasilien, Indien und Südafrika, aber auch mit hiesigen Hilfsorganisationen zusammen“, so Antje Schneeweiß, die bei SÜDWIND für den Arbeitsbereich zuständig ist.
Bereits bei einem ersten internationalen Workshop („Investitionen in die menschliche Entwicklung“) im Jahr 2004 wurde deutlich, dass der Austausch zwischen Investoren, Investmenthäusern und Nachhaltigkeits-Ratingagenturen im Norden auf der einen Seite und Experten aus dem Süden auf der anderen Seite verbessert werden muss. Der immense Zeitdruck, unter dem Analysten Großunternehmen mit weltweiter Präsenz untersuchen müssen, macht eine Recherche vor Ort oft unmöglich.
SÜDWIND organisierte deshalb mit dem Workshop: „Die Informationslücke schließen“ die Möglichkeit der Begegnung zwischen Nachhaltigkeitsanalysten aus der Bundesrepublik und der Schweiz sowie Experten aus Entwicklungsländern. Dabei wurde deutlich, dass eine detailreiche Kenntnis der Situation vor Ort oft unerlässlich ist, um das Verhalten eines Unternehmens einschätzen zu können. SÜDWIND belegte dies durch Beispielstudien, die Kooperationspartner aus Pakistan, Hongkong, Indien, Brasilien, Südafrika und Indonesien zu den Arbeitsbedingungen mehrerer börsennotierter Unternehmen erstellt hatten.
„Durch diese Begegnung konnten für beide Seiten wertvolle Kontakte geknüpft und neue Informationskanäle geschaffen werden. Außerdem vereinbarten die Teilnehmer, über SÜDWIND ein loses Informationsnetz aufzubauen“, so Schneeweiß.
Der neu erschienene Text informiert über den Hintergrund der Tagung und enthält Zusammenfassungen aller vorgestellten Fallbeispiele sowie die Teilnehmerliste. Die kompletten Fallbeispiele können kostenlos bei SÜDWIND angefordert werden.
Dokumentation zum kostenlosen Download
http://www.suedwind-institut.de/




