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IWF/Weltbank: Klima und steigende Nahrungsmittelpreise zentrale Themen

IWF WeltbankBerlin (epo.de). – Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul nimmt an der Frühjahrstagung von Weltbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) teil, die am 12. und 13. April in Washington stattfindet. Zentrale Themen sind der Klimawandel und die Folgen der steigenden Nahrungsmittelpreise für die armen Länder. Auch eine Reform der Weltbank mit mehr Mitsprache durch die Entwicklungsländer steht auf der Tagesordnung.

„Wir stehen als internationale Staatengemeinschaft vor der Herausforderung des Klimawandels, der gerade die Armen besonders trifft“, sagte die deutsche Weltbankgouverneurin vor ihrer Abreise. „Der Klimawandel kann die Erfolge der Entwicklungszusammenarbeit der vergangenen Jahre und damit auch die Milleniumsentwicklungsziele in Gefahr bringen. Wir wollen, dass die Weltbank die Entwicklungsbank für nachhaltige Entwicklung und Klimaschutz wird und die Entwicklungsländer bei einer modernen und klimafreundlichen Energieversorgung noch stärker unterstützt. Der neue Klimafonds der Weltbank muss dazu beitragen, die Brücke zu einem internationalen Klimaschutzabkommen 2012 zu schlagen.“

Der Klimawandel, die Produktion von Agrartreibstoffen, veränderte Ernährungsgewohnheiten in den Schwellenländern und gestiegene Ölpreise seien die Ursachen des derzeitigen Preisanstiegs bei den Nahrungsmitteln, sagte Wieczorek-Zeul weiter. „Hier muss gegengesteuert werden! Wir brauchen Regelungen, die Umwelt- und Klimaschutz, Ernährungssicherung und der Einhaltung sozialer Mindeststandards gleichermaßen Rechnung tragen. Die Weltbank kann hier einen Beitrag leisten, indem Sie Partnerländer bei der nationalen Ernährungssicherung hilft und bei Biomassestrategien berät.“

Man wolle bei der Frühjahrstagung aber auch darüber beraten, wie die Entwicklungsländer mehr Mitsprache bei der Weltbank bekommen könnten. „Der IWF hat vorgemacht, dass ein Kompromiss möglich ist, nun liegt es bei der Weltbank und ihren Anteilseignern, nachzuziehen“, sagte die Ministerin. „Wir wollen in Washington ein starkes politisches Signal der Gouverneurinnen und Gouverneure für den Reformprozess bei der Weltbank erreichen und zentrale Elemente dafür festlegen. Auf dieser Grundlage können Bank und Exekutivdirektoren dann arbeiten und bei der Jahrestagung im Herbst konkrete Vorschläge zum Beschluss vorlegen.“

Neben der Sitzung des Development Committees von Weltbank und IWF stehen eine Veranstaltung zum Gender Action Plan der Weltbank mit Robert Zoellick, Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern von Nichtregierungsorganisationen und eine Reihe von bilateralen Treffen auf dem Programm der deutschen Entwicklungsministerin in Washington.

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