Berlin (epo.de). – Ob in Darfur, Kolumbien oder im Nachkriegsirak: Die Mitarbeiter von „Ärzte ohne Grenzen“ werden dort aktiv, wo sonst oft niemand Hilfe leistet. Und sie bleiben, auch wenn die Medienkarawane weiterzieht. In diesen Tagen erscheint ein Buch, das erstmals einen Blick hinter die Kulissen der international renommierten Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ gewährt.
Sieben Helferinnen und Helfer berichten ungewöhnlich offen und kritisch über ihre Erfahrungen. Sie arbeiten in Projekten, in denen tödliche Seuchen grassieren, Kriegschirurgie nötig ist und traumatisierte Menschen dringend psychologische Hilfe brauchen. Sie kämpfen gegen HIV/Aids, kümmern sich um schwer unterernährte Kinder und versorgen Tausende Flüchtlinge.
Die einfühlsamen Geschichten beschreiben, wie Menschen inmitten von Krieg, Gewalt und Leid zu überleben versuchen. Und wie dabei für die Betroffenen, aber auch für die Helferinnen und Helfer, Schmerzgrenzen mitunter weit überschritten werden. Die Geschichten erzählen von Erfolgen und Misserfolgen, von Ängsten und Zweifeln, von Freude und dem Gefühl des Versagens. Und davon, wie schwierig, frustrierend manchmal und doch ungemein wichtig die humanitäre Hilfe ist.
Die Autorin, die Journalistin Petra Meyer, geboren 1959 in Ibbenbüren (Westfalen), hat die deutsche Sektion von Ärzte ohne Grenzen mit aufgebaut und zwölf Jahre die Medien- und Öffentlichkeitsarbeit geleitet. Mehrmals ist sie für die Organisation, die 1999 den Friedensnobelpreis erhielt, in die Krisengebiete gereist. Heute arbeitet sie als freie Journalistin, Supervisorin und Coach in Berlin.
Petra Meyer, Schmerzgrenzen. Unterwegs mit Ärzte ohne Grenzen
Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2008
192 Seiten, 14 s-w Fotos. Gebunden mit Schutzumschlag
16,93 Euro (D) / 17,50 Euro (A), SFr 30,90
ISBN 978-3-579-06979




