
Zur Preisverleihung im Rahmen eines Festaktes am 16. November im Berliner Ensemble werden ai zufolge Vertreterinnen von WOZA, darunter die Mitbegründerin und Koordinatorin der Organisation, Jenni Williams, erwartet.
ai setzt sich seit Jahren für die Mitglieder von WOZA ein, die im Lauf der Zeit auf 35.000 angewachsen sind. „Ich bin heute noch am Leben, weil die internationale Gemeinschaft durch amnesty international und die Medien von unserer Arbeit erfahren hat“, sagte Williams.
Zur Zeit ist die Situation auch für Menschenrechtsaktivisten besonders kritisch. Insbesondere seitdem die Oppositionspartei MDC am 15. April zum Generalstreik aufgerufen hat, nimmt die politische Gewalt zu. Der MDC zufolge sind seit den Wahlen am 29. März zehn Oppositionsanhänger getötet und 400 festgenommen worden. 500 Menschen sollen misshandelt worden sein.
„Die WOZA-Frauen zeichnen sich durch besonders entschlossenes und mutiges Handeln aus“, begründete ai-Generalsekretärin Barbara Lochbihler die Preisverleihung. „Sie protestieren, singen und verteilen Rosen im Angesicht der Schlagstöcke. Viele von ihnen wurden schon dutzende Male verhaftet und ins Gefängnis gesteckt. Und sie werden immer mehr. Simbabwe braucht solches Engagement für die Menschenrechte dringender denn je.“
Mit dem Menschenrechtspreis zeichnet die deutsche ai-Sektion Persönlichkeiten und Organisationen aus, die sich unter oftmals schwierigen Bedingungen für die Menschenrechte einsetzen. Ziel des Preises ist es, das Engagement dieser Menschen zu würdigen, sie zu unterstützen und ihre Arbeit auch in der deutschen Öffentlichkeit bekannt zu machen.




