Liebe Leserinnen und Leser von Entwicklungspolitik Online,
hier eine Übersicht über wichtige Termine in dieser Woche:
In München kann noch bis zum 7. Mai das 22. Internationale Dokumentarfilmfestival (www.dokfest-muenchen.de) besucht werden. Noch bis zum 16.5. läuft in New York die 16. Sitzung der UN-Kommission für Nachhaltige Entwicklung (http://www.un.org/esa/sustdev/csd/aboutCsd.htm). Am 5. und 6.5. findet das ASEM-Ministertreffen für Erziehung und Qualifikation (Asia-Europe-Meeting) statt (http://www.aseminfoboard.org). Ein europäischer Nachhaltigkeits-Gipfel mit Umweltminister Sigmar Gabriel ist am 6.5. in Berlin geplant (www.bmu.de). Der Generalrat der Welthandelsorganisation WTO (http://www.wto.org) tagt am 7. und 8.5. in Genf. Vom 7.-9.5. befasst sich eine Konferenz in Amsterdam mit nachhaltiger Entwicklung und Transparenz (http://www.globalreporting.org). In Köln findet geht es vom 7.-9.5. auf der Messe CARBON EXPO um den Emissionshandel (http://www.carbonexpo.de). Der 8.5. ist der Weltrotkreuztag (am Geburtstag des Gründers des Roten Kreuzes, Henry Dunant, www.drk.de). Ebenfalls am 8.5. findet die 9. Internationale Internet-Konferenz Agenda 21 NOW! der UNESCO-Projektschulen statt. Schüler und Studenten aus aller Welt diskutieren live im Internet über „Transport and Communication – Developing the 21st Century“ (www.ups-schulen.de). In Berlin veranstaltet die Konrad-Adenauer-Stiftung am 8.5. eine Lateinamerikakonferenz der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Thema: „Deutschland, Europa und Lateinamerika – Eine gemeinsame Zukunft partnerschaftlich gestalten“ mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (www.kas.de). In Tokio wird am 8.5. der mit 125.000 Euro dotierte Niwano-Friedenspreis („religiöser Nobelpreis“) an Prinz Hassan von Jordanien für seine Verdienste um den Dialog zwischen den Religionen verliehen. Am 8.5. besteht der Staat Israel seit 60 Jahren. In Berlin feiert vom 9.-12.5. der 13. Karneval der Kulturen (www.karneval-berlin.de). Vom 11.-13.5. treffen sich in Niigata/Japan die G8-Arbeitsminister.
Und hier die wichtigsten Themen, über die epo.de bereits berichtete:
Wieczorek-Zeul: Pressefreiheit wichtiges Element der Demokratie
Heidemarie Wieczorek-Zeul hat zum Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai daran erinnert, dass die Pressefreiheit zu den wichtigsten Elementen der Demokratie gehört. In vielen Ländern sei sie aber noch immer keine Selbstverständlichkeit des täglichen Lebens, sagte die Ministerin in Berlin. „Vielerorts drohen Journalistinnen und Journalisten staatliche Eingriffe und Sanktionen, häufig auch die Anwendung von Gewalt. Dieses muss ein Ende haben“, so Wieczorek-Zeul.
http://www.epo.de/index.php?option=com_content&task=view&id=3802&Itemid=31
Nooke fordert weltweite Achtung der Pressefreiheit
Zum Welttag der Pressefreiheit am 3. Mai hat der Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe, Günter Nooke, die weltweite Achtung der Pressefreiheit gefordert. „Ohne Freiheit der Presse ist Demokratie nicht denkbar“, sagte Nooke. „Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat die hohe Bedeutung dieses Freiheitsrechts unterstrichen, als sie vor 15 Jahren den 3. Mai zum Tag der Pressefreiheit erklärte.“
http://www.epo.de/index.php?option=com_content&task=view&id=3801&Itemid=84
Pfingst-Demonstration: Vielfalt statt Monokulturen gegen den Welthunger
Zum Auftakt der Verhandlungen der 9. Vertragsstaatenkonferenz des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD) rufen 80 Bauern-, Entwicklungs- und Umweltschutzorganisationen unter dem Motto „Regional – Fair – Gentechnikfrei“ zu einer Demonstration am Pfingstmontag in Bonn auf. Sie fordern eine radikale Wende in der Agrarpolitik, faire Lebensmittelpreise, freien Zugang zu Saatgut und Wissen und bei der Wahl der Lebensmittel und Anbaumethoden. Sie wenden sich gegen industrielle Monokulturen, Agrar-Sprit und Billigfleisch-Subventionen, gegen Gentechnikkonzerne, die für die eigenen Schäden nicht haften wollen und gegen Spekulationen an den Weltagrar-Börsen, die Millionen Menschen das Leben kosten können.
http://www.epo.de/index.php?option=com_content&task=view&id=3800&Itemid=33
Haiti: Diakonie Katastrophenhilfe befürchtet weitere Unruhen
Die Diakonie Katastrophenhilfe ist besorgt über die weiterhin sehr schlechte Versorgungslage in Haiti. „Derzeit hungern mehr als 2,5 Millionen Menschen. Das sind 30 Prozent der Bevölkerung“, berichtete Astrid Nissen, Leiterin des Haiti-Büros der Diakonie Katastrophenhilfe. Nach den gewaltsamen Unruhen Anfang April, die durch die steigenden Lebensmittelpreise ausgelöst wurden, habe sich die Situation zwar wieder etwas beruhigt. „Wir befürchten aber weitere Unruhen, sollte sich die Ernährungssituation nicht bald entspannen.“
http://www.epo.de/index.php?option=com_content&task=view&id=3799&Itemid=68
ROG fordert Freilassung inhaftierter Journalisten und freie Berichterstattung in China
„In über 30 Ländern ist die Pressefreiheit nur zwei mal drei Meter groß“, steht auf einer Gefängniszelle auf dem Potsdamer Platz in Berlin. Anlässlich des Internationalen Tages der Pressefreiheit am 3. Mai macht Reporter ohne Grenzen (ROG) damit auf die weltweit inhaftierten Journalisten aufmerksam. „130 Berichterstatter sind weltweit hinter Gittern, weil sie uns informieren wollten“, beklagt die Menschenrechtsorganisation.
http://www.epo.de/index.php?option=com_content&task=view&id=3798&Itemid=84
DEG: Neugeschäft deutlich gestiegen
Die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) blickt auf ihr erfolgreichstes entwicklungspolitisches Jahr zurück: Die 2007 finanzierten Projekte erhielten im Geschäftspolitischen Projektrating (GPR) bei den entwicklungspolitischen Effekten die Note 2,3 (Vorjahr: 2,5) und damit die in Schulnoten beste Bewertung seit Einführung des GPR vor sechs Jahren.
http://www.epo.de/index.php?option=com_content&task=view&id=3797&Itemid=31
DRK setzt Hilfe für Nordkorea fort
Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, Rudolf Seiters, hat im nordkoreanischen Pjöngjang über die laufenden medizinischen Hilfsprogramme und humanitäre Maßnahmen in Folge der Flutkatastrophe im Jahr 2007 verhandelt. Die Projekte wurden bislang durch erhebliche Mittel der Bundesregierung finanziert. Seiters zeigte sich optimistisch, dass diese wichtigen humanitären Hilfsprogramme fortgeführt werden können. Im Rahmen seines Besuches wurde Seiters auch vom Staatsoberhaupt Kim Yong Nam empfangen.
http://www.epo.de/index.php?option=com_content&task=view&id=3796&Itemid=31
Melitta schliesst sich „Common Code for the Coffee Community“ an
Das Familienunternehmen Melitta weist jetzt auf seinen Kaffee-Packungen auf seine Mitgliedschaft beim „Common Code for the Coffee Community“ (4C) hin, um sein Engagement für Öko- und Sozialstandards deutlich zu machen. Ziel der 4C-Initiative ist es, Kaffee-Konzerne und nichtstaatliche Organisationen an einen Tisch zu bringen und sowohl die Produktqualität als auch die sozialen und ökologischen Produktionsbedingungen zu verbessern.
http://www.epo.de/index.php?option=com_content&task=view&id=3795&Itemid=34
Attac protestiert gegen Geschäfte mit dem Hunger
Mit einer Kundgebung vor der Filiale der Deutschen Bank an der Frankfurter Konstablerwache haben Aktvistinnen und Aktivisten des globalisierungskritischen Netzwerkes Attac am Dienstag gegen die Werbung des Finanzinstitutes für Agrarfonds protestiert und eine Eindämmung der Spekulation mit Lebensmitteln sowie die Regulierung der internationalen Agrarmärkte gefordert. Anlass für die Protestaktion war eine Werbekampagne der Deutschen Bank für die Spekulation mit Getreide – auf Brötchentüten einer Frankfurter Bäckerei-Kette.
http://www.epo.de/index.php?option=com_content&task=view&id=3794&Itemid=34
Deutschland unterstützt Palästinensische Gebiete mit rund 43 Millionen Euro
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat den Menschen in den Palästinensischen Gebieten für das Jahr 2008 insgesamt 42,5 Millionen Euro Entwicklungshilfe zugesagt. Diese Summe sei Teil der von der Bundesregierung anlässlich der Pariser Geberkonferenz als Unterstützung des palästinensischen Reform- und Entwicklungsplans angekündigten Mittel in Höhe von 200 Millionen Euro bis zum Jahr 2010, teilte das BMZ am Dienstag mit. Wasser, Beschäftigungsförderung und der Aufbau staatlicher Strukturen stehen im Mittelpunkt des deutschen Engagements.
http://www.epo.de/index.php?option=com_content&task=view&id=3793&Itemid=31
„Aktionsbündnis COP 9“ will Biodiversitäts-Gipfel in Bonn kritisch begleiten
Drei Wochen vor Beginn der UN-Verhandlungen zum Biosafetyabkommen sowie zur 9. Vertragsstaaten-Konferenz der Biodiversitätskonvention (Convention on Biological Diversity, CBD) in Bonn hat sich ein „Aktionsbündnis COP 9“ zur kritischen Begleitung des UN-Gipfels gegründet. „Es gibt nichts zu feiern“, konstatieren die NGOs. „Im Namen des Umweltschutzes werden Menschenrechte verletzt, Agrotreibstoffe angebaut, Pflanzen patentiert und gentechnisch veränderte Bäume gezüchtet.“
http://www.epo.de/index.php?option=com_content&task=view&id=3792&Itemid=33
E.ON-Schattenseiten: urgewald präsentiert kritischen Geschäftsbericht
Zur Hauptversammlung des Energiekonzerns EON am 30. April in der Essener Gruga-Halle hat die Umweltorganisation urgewald mit dem Schattenbericht „Die Geschäfte von E.ON“ eine kritische Bilanz der Konzernpolitik vorgelegt. „E.ON versucht gerade eine Charmeoffensive, mit Millionen, die für Umwelterziehungsprojekte ausgegeben werden und dem Ökoschwindelstrom ‚MeinKlimaTarif‘ von ‚E wie einfach‘,“ erklärte urgewald-Geschäftsführerin Heffa Schücking. „Unser Schattenbericht zeigt jedoch, dass das Herzstück von E.ONs Geschäften nach wie vor dreckige Energie und dreister Machtmissbrauch sind.“
http://www.epo.de/index.php?option=com_content&task=view&id=3791&Itemid=34
Greifswalder Wissenschaftler wollen Klimawandel mit Holzwachstum aufhalten
Durch ein ausgeweitetes Holzwachstum und eine nachfolgende Holzeinlagerung lässt sich das globale Kohlendioxidproblem und damit auch das anhaltende Klimaproblem lösen. Zu diesem Ergebnis kommen der Greifswalder Professor für Analytische Chemie und Umweltchemie, Fritz Scholz, und Dr. Ulrich Hasse, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl, in einem Essay, das jetzt im Forschungsjournal „ChemSysChem“ (Chemie und Nachhaltigkeit) veröffentlicht worden ist.
http://www.epo.de/index.php?option=com_content&task=view&id=3789&Itemid=117
Kritik an ADB: Entwicklungsgelder gehen an Offshore Fonds
Nichtstaatliche Organisationen haben heftig kritisiert, dass Gelder, die der Asiatischen Entwicklungsbank für die Entwicklungshilfe bereitgestellt wurden, offenbar an Offshore Fonds im Steuerparadies Cayman Islands gegangen sind. „Seit einiger Zeit beobachten wir mit Sorge, dass die Entwicklungsbanken im Rahmen ihrer Privatsektorstrategien in so genannte Private Equity Firms investieren“, sagte Knud Vöcking, Referent für Entwicklungsbanken bei der Umwelt- und Menschenrechtsorganisation urgewald. „Der jetzt öffentlich gewordene Bericht der internen Evaluierung der ADB bestätigt unsere Befürchtungen.“
http://www.epo.de/index.php?option=com_content&task=view&id=3788&Itemid=34
Fairer Handel im Jahr 2007 um 33 Prozent gewachsen
Der Absatz von Fairtrade-zertifizierten Produkten ist im Jahr 2007 um 33 Prozent auf 24.000 Tonnen gestiegen. Produktneuheiten, eine größere Marktdurchdringung und ein geändertes Konsumverhalten seien die drei wichtigsten Gründe für den Erfolg der Fairtrade-Produkte im vergangenen Jahr, erklärte die Siegel-Initiative TransFair am Montag vor der Presse in Bonn.
http://www.epo.de/index.php?option=com_content&task=view&id=3787&Itemid=34
ai-Menschenrechtspreis geht an Organisation WOZA aus Simbabwe
Die Organisation „Women/Men of Zimbabwe Arise“ (WOZA) aus Simbabwe erhält den diesjährigen Menschenrechtspreis von amnesty international (ai) Deutschland. WOZA wurde 2003 gegründet, um Frauen zu helfen für ihre Rechte und Freiheiten einzutreten. WOZA kämpft mit friedlichen Mitteln für eine bessere Versorgung mit Nahrungsmitteln und Medikamenten, gegen Massenvertreibungen aus städtischen Slums und die Einschränkung der Meinungs- und Versammlungsfreiheit durch die Mugabe-Regierung.
http://www.epo.de/index.php?option=com_content&task=view&id=3786&Itemid=84
EED fördert Dokumentarfilm über aidskranke Mütter in Uganda
Im Schein der Öllampe putzen sich Dennis und Chrissi jeden Abend die Zähne. Sehr gewissenhaft achtet der Zehnjährige dabei auf seine kleine Schwester. Die beiden sind Vollwaisen – zwei von etwa zwei Millionen Aidswaisen in Uganda. In kaum einem anderen Land gibt es so viele Kinderhaushalte. Wohl auch deshalb ist hier ein besonderes Projekt entstanden: Infizierte Eltern schreiben zusammen mit ihren Kindern so genannte „Memory Books“ – Erinnerungsbücher. Offen und ehrlich, gleichzeitig aber auch sehr sensibel wird den Kindern nahe gebracht, dass sie bald auf sich alleine gestellt sind.
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Mit den besten Wünschen für die neue Woche,
Ihre epo Redaktion
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