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Simbabwe: Gewalt gegen die Opposition eskaliert

Harare/Berlin (epo.de). – Während sich die Weltöffentlichkeit auf die Tragödie nach dem Zyklon Nargis in Myanmar konzentriert, eskaliert die Gewalt gegen die Oppositionsbewegung in Simbabwe. Organisierte Gewalt und Folter seien in den vergangenen zwei Wochen dramatisch angestiegen, berichtete eine oppositionelle Ärzte-Organisation in der Hauptstadt Harare. Seit der Wahl seien mehr als 900 Menschen verletzt worden, schätzt die Zimbabwe Association of Doctors for Human Rights (ZADHR).

„Since the last report on April 25, our members have reported a dramatic escalation in incidents of organised violence and torture, with the number of victims documented in the post-election period now standing at more than 900,“ erklärte die Zimbabwe Association of Doctors for Human Rights. „This figure grossly underestimates the number of victims countrywide as the violence is now on such a scale that it is impossible to properly document all cases.“

Allein in den letzten 24 Stunden seien 30 Menschen mit Knochenbrüchen in die Krankenhäuser Harares eingeliefert worden. heißt es in einer Stellungnahme der ZADHR vom Freitag. In den meisten Gesundheitszentren sei das Verbandsmaterial aufgebraucht.

Wie die südafrikanische Zeitung Mail & Guaradian berichtete, führte Südafrikas Präsident Thabo Mbeki am Freitag erneut intensive Gespräche mit Simbabwes Staatschef Robert Mugabe über eine Lösung der politischen Krise nach den für Mugabe verlorenen Präsidentschafts- und Parlamentswahlen. Mbeki habe nach dem dreistündigen Gespräch keinen Kommentar abgegeben, so der Mail & Guardian-Bericht.

Die oppositionelle Bewegung für eine demokratischen Wandel (MDC), die die erste Runde der Wahlen am 29. März gewonnen hatte, behauptete unterdessen, Mugabe-Anhänger hätten seit dem Wahltag 30 MDC-Mitglieder   getötet und tausende gefoltert und verletzt. Diese Zahlen werden von der Regierung heftig bestritten, die ihrerseits die Opposition für die Gewalt verantwortlich macht. 

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