
Unter den 38 Verhafteten, die am 11. Mai in Gewahrsam genommen worden seien, befänden sich viele Studenten, erklärte die Menschenrechtsorganisation. Weitere acht namentlich bekannte Personen seien am 12. Mai in Omdurman festgenommen worden. Es sei zu befürchten, dass die Verhafteten im Gewahrsam der Sicherheitskräfte gefoltert würden, um mutmaßlich Mitwisser des Überraschungsangriffes zu ermitteln.
Einen Tag zuvor, am Pfingstsamstag, hatten mehrere hundert Kämpfer der aus Darfur stammenden „Bewegung für Gerechtigkeit und Gleichheit“ (Justice and Equality Movement, JEM) ausgehend von der Stadt Omdurman die benachbarte Hauptstadt Khartum angegriffen. Sudanesischen Sicherheitskräften gelang es zwar schließlich, den Angriff abzuwehren, doch waren Sicherheitskreise in der sudanesischen Hauptstadt vollkommen überrascht von der Attacke der JEM, die normalerweise nur mehr als tausend Kilometer weiter westlich in Darfur staatliche Einrichtungen angreift.




