
Mehrere engagierte Priester und Mitarbeiter katholischer Hilfsorganisationen stehen auf so genannten Todeslisten. Die Bundeskanzlerin will sich am 18. Mai in Bogota u. a. mit Vertretern der katholischen Kirche treffen.
Kolumbien, so die Caritas, ist nach dem Sudan das Land mit der höchsten Zahl von Binnenflüchtlingen. Aufgrund von sozialer Not und kriegerischen Auseinandersetzungen sind vier Millionen Menschen vertrieben worden. Viele Vertreibungen gehen auf Auseinandersetzungen zwischen linker Guerilla und rechten Paramilitärs zurück. Zivilisten und Mitarbeiter von Hilfsorganisationen geraten immer wieder ins Visier der bewaffneten Gruppen, da ihnen vorgeworfen wird, Partei für die jeweils andere Seite zu ergreifen.
Menschenrechtler und die katholische Kirche beklagen seit einiger Zeit eine immer stärkere Verflechtung von Staat und Paramilitärs. Zugleich werden der Guerilla massive Verletzungen humanitären Rechts vorgeworfen. Caritas international, das Hilfswerk der deutschen Caritas, setzt sich in Kolumbien seit den 90er Jahren in mehreren Regionen des Landes für Gewaltvertriebene ein.
www.caritas-international.de
de.wikipedia.org/wiki/Kolumbien



