Berlin (epo.de). – Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) hat nach ihrem Treffen mit dem geistlichen Oberhaupt der Tibeter, dem Dalai Lama, am Montag in Berlin ein postives Fazit gezogen. Das Gespräch sei „sehr gut“ und „fruchtbar“ gewesen, sagte die Ministerin im Anschluss an das Gespräch. „Der Dalai Lama hat durch sein Engagement für Gewaltfreiheit und friedlichen Dialog weltweit hohes Ansehen erworben. Die Welt braucht Persönlichkeiten, die den Gedanken von Frieden und Gerechtigkeit anschaulich vermitteln und leben.“
Nach Angaben der Entwicklungsministerin, die als einziges Regierungsmitglied mit dem Dalai Lama sprach, ging es bei dem Treffen vornehmlich um eine gerechte Gestaltung der Globalisierung und den Kampf gegen die weltweite Armut und für Menschenrechte. „Ich habe dem Dalai Lama ein kleines Geschenk überreicht – die acht Millenniumsentwicklungsziele zur weltweiten Armutsbekämpfung und zur Verwirklichung der Menschenrechte. Diese acht Ziele sind die Leitschnur unseres Handelns“, sagte Wieczorek-Zeul.
Das Erdbeben in der südchinesischen Provinz Sichuan und das gemeinsame Mitgefühlt für die Opfer und ihre Angehörigen sei ein weiteres Thema gewesen, ebenso wie die Situation in Tibet aus der Sicht des Dalai Lamas. „In diesem Zusammenhang haben wir auch über die Notwendigkeit der Respektierung der Menschenrechte, die Bedeutung größtmöglicher kultureller Autonomie und die Notwendigkeit des Dialogs zwischen der chinesischen Staatsführung und dem Dalai Lama gesprochen. Ich habe hierzu die eindeutige Position der Bundesregierung vertreten“, betonte die Ministerin.
Wieczorek-Zeul wies die Versuche zurück, „diese Begegnung unter parteipolitischen Überlegungen zu diskutieren. Dies wird der Persönlichkeit des Dalai Lamas in keiner Weise gerecht. Es geht um die betroffenen Menschen. Sie müssen im Mittelpunkt stehen.“
www.bmz.de




