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Friedensnobelpreis geht an Schlichter im indonesischen Bürgerkrieg

Martti Ahtisaari. Foto: Wikipedia CommonsOslo/Berlin (epo.de). – Der ehemalige finnische Präsident Martti Ahtisaari erhält den diesjährigen Friedensnobelpreis. Das gab das Nobelpreiskomitee am Freitag in Oslo bekannt. Der 71-Jährige wird dafür geehrt, dass er „sich auf mehreren Kontinenten und mehr als drei Jahrzehnte lang für die Beilegung internationaler Konflikte“ eingesetzt hat, sagte der Vorsitzende des Nobel-Komitees, Ole Danbolt Mjoes. Ahtisaari hatte wesentlich dazu beigetragen, den Bürgerkrieg zwischen der Regierung und der Unabhängigkeitsbewegung „Freies Aceh“ in der indonesischen Provinz Aceh zu beenden.

Ahtisaari hatte seine diplomatische Laufbahn 1965 im finnischen Außenministerium begonnen und war später Botschafter in Tansania, ehe er zu den Vereinten Nationen wechselte und in der Krise im postkolonialen Namibia vermittelte. 1999 übernahm der die erste Mission auf dem Balkan. Er führte er die Verhandlungen zwischen dem damaligen jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic, Russland und den Vereinigten Staaten.

Ab April 2002 leitete er die Kommission, die ein mutmaßliches Massaker der israelischen Armee im palästinensischen Flüchtlingslager Dschenin untersuchen sollte. Als Vermittler war er auch in Indonesien tätig, wo er maßgeblich dazu beitrug, dass der dreißig Jahre andauernde Konflikt zwischen der „Bewegung Freies Aceh“ und der Regierung beendet werden konnte. Nach fünf Monate dauernden Verhandlungen verkündeten die Regierung und die Unabhängigkeitsbewegung ein Friedensabkommen, das im August 2005 unterzeichnet wurde.

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