
Ahtisaari hatte seine diplomatische Laufbahn 1965 im finnischen Außenministerium begonnen und war später Botschafter in Tansania, ehe er zu den Vereinten Nationen wechselte und in der Krise im postkolonialen Namibia vermittelte. 1999 übernahm der die erste Mission auf dem Balkan. Er führte er die Verhandlungen zwischen dem damaligen jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic, Russland und den Vereinigten Staaten.
Ab April 2002 leitete er die Kommission, die ein mutmaßliches Massaker der israelischen Armee im palästinensischen Flüchtlingslager Dschenin untersuchen sollte. Als Vermittler war er auch in Indonesien tätig, wo er maßgeblich dazu beitrug, dass der dreißig Jahre andauernde Konflikt zwischen der „Bewegung Freies Aceh“ und der Regierung beendet werden konnte. Nach fünf Monate dauernden Verhandlungen verkündeten die Regierung und die Unabhängigkeitsbewegung ein Friedensabkommen, das im August 2005 unterzeichnet wurde.




