
Hinter der Aktion verbergen sich Fotografien bekannter Menschen, die sich – von Packpapier samt grünem Oxfam-Band garniert – mit einem Gegenstand von Symbolwert beschäftigen. Diese Fotos sind zu haben. Zum Beispiel auf einer Geschenkkarte, die im Oxfam-Shop zu kaufen ist und die man dann wiederum weiterverschenken kann. Beim Kauf fließt Geld (ab etwa 20 Euro) in einen Oxfam-Projektbereich. Damit wären wir bei den vier Säulen, die an diesem Dienstag Abend vor den Promifotos aufgebaut worden waren und für die Bereiche und Projekte standen, für die sich Oxfam in Entwicklungsländern engagiert. Die Kondome symbolisierten den Bereich Gesundheit, die Schulbank die Bildung, die Ziege stand für Existenzsicherung, Wasser für die Nothilfe.
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Oxfam Deutschland leistet seit mehr als zehn Jahren Hilfe in Krisensituationen. Das Spendenaufkommen wächst stetig, und auch die Aktionen tragen zum Budget bei, ebenso die Oxfam Shops, in denen zum Wohle von Bedürftigen verkauft wird, was Menschen in reichen Ländern nicht mehr brauchen. 2007 kamen laut Bilanz auf diese Weise knapp 2,9 Millionen Euro zusammen, die zu 46 Prozent in Projekte, zu 35 in Kampagnen fließen, die restlichen 19 Prozent werden für die Verwaltung (5 Prozent) sowie Spendenwerbung und Selbstdarstellung (14 Prozent) ausgegeben.
Die Idee zu „Unverpackt“ ist zum ersten Mal 2004 in Großbritannien und Irland vorgestellt worden. Dahinter steckt der wohlbekannte Gutschein, in diesem Fall in Form einer Karte mit unverpacktem Prominentenfoto und der Möglichkeit, sich zu entscheiden, in welchem der vier Bereiche denn nun Gutes getan werden soll. Als Empfänger können sich Geschäftsführer Paul Bendix, Vorstandsvorsitzender Matthias von Bismarck-Osten und ihr Team Menschen vorstellen, die keine neuen Socken und auch nicht schon wieder eine Krawatte zu Weihnachten haben wollen.
{mosimage}Wer allerdings eine unverpackte Heike Makatsch erwartet hatte, wurde enttäuscht. Und auch die anderen acht Prominenten sind auf den Bildern höchsten halb ausgepackt (aus Geschenkpapier) und komplett angezogen. Oxfam-Boschafterin Heike Makatsch erschien zur Vorstellung der Kampagne in Jeans und Pulli, auf dem Bild drückt sie die Schulbank. Meret Becker lockt mit Grün eine Ziege (die gerade nicht im Bild ist). Der Name des Tieres bot dafür aber Anlass zu allerlei Wortspielereien wie „großZiegig“ oder „einZiegartiger“ Online-Geschenkkatalog. Außerdem war ein solches Tier für Gäste zu gewinnen, ebenso wie die Kondome, Wasser oder die Schulbank. Symbolisch. Was sich Oxfam davon erhofft? Dass die Menschen Spaß haben und deshalb gerne in den Geldbeutel greifen um zu spenden und zu helfen. Denn Spender sind in diesen Weihnachtstagen besonders umworben. Aber auch danach. Und eine Spendenquittung gibt es auch.
Fotos:
Oxfam-Aktion „Unverpackt“: Meret Becker lockt die Ziege. Bild: Hardt, Quelle Oxfam.
Gesichter der Oxfam-Geschenkkampagne, von links Mickey Hardt, Fotografin Jackie Hardt, Heike Makatsch, Oxfam-Geschäftsführer Paul Bendix, Anna Loos, Wayne Jackson.
Eine der vier Säulen des Oxfam-Engagements mit zwei Gewinnern und Geschäftsführer Paul Bendix (rechts). Bilder: Petra Gabriel




