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Pakistanische El Kaida-Führer bei US-Angriff getötet

Islamabad/Washington (epo.de). – Zwei hochrangige Mitglieder des Terrornetzwerkes El Kaida sind bei einem Anschlag des US-Geheimdienstes CIA im Nordwesten Pakistans getötet worden. Das berichtete die Washington Post am Freitag unter Berufung auf US-Regierungsquellen. Nach Angaben der „Post“ starben der mutmassliche pakistanische El Kaida-Chef Osama el Kini und dessen Stellvertreter Sheikh Ahmed Salim Swedan am Neujahrstag beim Angriff einer US-Drohne. 


El Kini war laut „Washington Post“ kenianischer Nationalität und wurde von den US-Behörden seit einem Jahrzehnt wegen der Beteilung an der Planung von Anschlägen gegen US-Botschaften in Ostafrika 1998 gesucht. Er und Swedan gehörten zu den 23 meistgesuchten Terroristen auf einer Liste der US-Bundespolizei FBI. Rund fünf Millionen Dollar Belohnung waren für ihre Ergreifung ausgesetzt.

Die CIA lehnte eine offizielle Stellungnahme zu dem Bericht ab. Experten für Terrorismusbekämpfung der US-Regierung sagte der „Washington Post“ jedoch, die beiden Männer seien bei einem Luftangriff auf ein Gebäude getötet worden, das dem Training mit Explosivstoffen gedient habe.

Den Berichten der „Post“-Informanten zufolge wurde der Angriff mit einer hundert Pfund schweren Hellfire-Rakete durchgeführt, die von einem unbemannten ferngelenkten Flugzeug abgefeuert wurde. Das zerstörte Gebäude sei eine frühere Mädchenschule in der Nähe der Stadt Karikot in Süd-Wasiristan, einer Region in Nordwest-Pakistan, die als Rückzugsgebiet für das El Kaida-Netzwerk gilt.

Der Einsatz von Drohnen in Pakistan durch die CIA ist politisch brisant, weil offiziell keine Genehmigung von US-Operationen durch die pakistanische Regierung vorliegt. Pakistan protestierte wiederholt gegen US-Luftschläge in dem Gebiet. Medienberichten zufolge gibt es aber ein inoffizielles Abkommen zwischen den USA und Pakistan, die Verletzung der pakistanischen Souveränität über das Gebiet durch US-Geheimdienste zu dulden.