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Welternährung: Internationales Dialogforum soll 2010 ausgebaut werden

Aufzucht von Setzlingen in Äthiopien. Foto: GTZ/Michael Tsegaye

Berlin (epo.de). – Ertrags- und Eiffizienzsteigerungen durch „nachhaltige und standortangepasste Innovationen“ sind nach Auffassung der Agrarindustrie der Weg, um die steigende Weltbevölkerung zukünftig mit ausreichend Nahrungsmitteln zu versorgen. Das ist das Ergebnis der Diskussionen zum Thema „Welternährung 2020 – Innovative Lösungen bei begrenzten Ressourcen“ auf dem ersten Internationalen Forum Agrar- und Ernährungswirtschaft (IFAE). Mit dem Forum habe die deutsche Agrar- und Ernährungswirtschaft den Grundstein für ein internationales Dialogforum gelegt, das in den kommenden Jahren kontinuierlich ausgebaut werden soll, teilten die Veranstalter am Dienstag in Berlin mit.

 
Rund 1.000 Experten aus aller Welt nahmen vom 16. bis 18. Januar an den Veranstaltungen des IFAE teil. Das IFAE ist eine gemeinsame Initiative der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE), des Deutschen Bauernverbandes (DBV), der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG), der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) und des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft.

Themen der Panels waren „innovative Lösungen“ zur zukünftigen Ernährung der Menschheit, die Folgen des Klimawandels, Tiergesundheit im globalen Agrarhandel und die Renaissance der Landwirtschaft als Rückgrat erfolgreicher Entwicklungsprozesse in Schwellen- und Entwicklungsländern. Das IFAE ist die zweite Säule des vom BMELV initiierten Forums Internationale Grüne Woche, dessen zentrale politische Säulen die Berliner Agrarministerkonferenz und der 1. Berliner Agrarministergipfel mit fast 30 Landwirtschaftsministern – darunter Brasilien, China und Russland – am Samstag im Berliner Schloss Charlottenburg waren.
 
Das Spektrum der Ansätze reichte vom Potential der Grünen Biotechnologie über den zielgerichteteren Einsatz von Düngemitteln bis zur Förderung kleinbäuerlicher Strukturen. Jedes Land und jeder Standort „verlangt individuell angepasste und nachhaltige Lösungsansatze, wobei sich die Forderung nach mehr Aus- und Fortbildung sowie dem Ausbau der Agrarforschung als roter Faden durch alle Beiträge zog“, resümmierten die IFAE-Institutionen. Neben dem Dialog seien auch konkrete Abkommen geschlossen worden, beispielsweise über den Aufbau agrarischer Dienstleistungszentren in Kirgistan.
 
Beim Dialogforum arbeiten Politik und Wirtschaft eng zusammen und greifen damit einen zentralen Punkt des 1. Berliner Agrarministergipfels auf, der eine globale Kooperation von Politik, Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie Zivilgesellschaft forderte. In diesem Sinne wollen die Träger des IFAE ihre Kräfte bündeln, um gemeinsam mit der Bundesregierung das IFAE als tragende Säule des Forums Internationale Grüne Woche in den kommenden Jahren zu dem globalen Dialogforum für die Themen auszubauen.

Foto: Aufzucht von Setzlingen in Äthiopien © GTZ/Michael Tsegaye

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