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Dem Weltmarkt misstrauen – Die Nahrungskrise nach dem Crash

fdclBerlin (epo.de). – Das Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika (FDCL) in Berlin hat eine neue Publikation zur Ernährungskrise herausgegeben. Vor einem halben Jahr noch machten die Hungerrevolten rund um den Globus Schlagzeilen. Heute aber hat die schwere Wirtschaftskrise die Nahrungskrise aus der öffentlichen Wahrnehmung verdrängt. Verstärkt wird dieser Aufmerksamkeitsverlust durch die Vermutung, der neuerliche Verfall der Rohstoffpreise werde zu einer Entspannung der Ernährungssituation führen. Diese Annahme jedoch ist fraglich: Noch steigen die Hungerzahlen unverändert an.


Die neue Broschüre des Forschungs- und Dokumentationszentrums Chile-Lateinamerika schildert Ursachen der Nahrungskrise, die möglichen Folgen der Rezession sowie langfristige Trends, die auch künftig die Welternährung beinflussen werden. Daneben kommen die Antworten der „internationalen Gemeinschaft“ auf den Prüfstand, etwa die Rezeption der Nahrungskrise als „Sicherheitsproblem“ sowie die Propagierung „virtueller“ statt „physischer“ Lebensmittelreserven.

Ferner werden folgende Fragen diskutiert: Fallen die Preise für Erdöl, Mineralien und Agrarprodukte dauerhaft auf ihr einstiges niedriges Niveau? War die häufig skandalisierte „Spekulation“ an den Terminbörsen tatsächlich für die Rohstoffhausse verantwortlich? Hat sich mit dem erneuten Sturz des Ölpreises auch der Boom des Biosprits erledigt? Entschärfen sich gar die Verteilungskonflikte um knappe Ressourcen wie Wasser und Land? Und nicht zuletzt: Tragen die Antworten internationaler Organisationen überhaupt zu einer Beseitigung des chronischen Hungers bei?

Dem Weltmarkt misstrauen
Die Nahrungskrise nach dem Crash
von Thomas Fritz | FDCL, Berlin, Dezember 2008
© FDCL – Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika, Berlin, Dezember 2008

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Bezug der Publikation:
5,00 EUR (Schutzgebühr Printversion zzgl.Versandkosten) / Email an: archiv(at)fdcl.org
ISBN-10: 3-923020-43-0
ISBN-13: 978-3-923020-43-0