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Hunderttausende Flüchtlinge in Sri Lanka im Kreuzfeuer von Armee und Rebellen

sri lanka. karte: CIA World Factbook

Berlin (epo.de). – In Sri Lanka sind nach Angaben von Hilfsorganisationen derzeit rund 300.000 Menschen auf einer Fläche von 250 Quadratkilometern im Kreuzfeuer von Armee und Rebellen eingeschlossen. Die srilankische Armee und tamilische Rebellen der LTTE liefern sich heftigste Kämpfe um dieses Gebiet. Innerhalb weniger Tage seien mehrere hundert Zivilisten getötet und ungezählte weitere verletzt worden, berichtete das Bündnis Entwicklung hilft am Dienstag in Berlin. Es fordert Fluchtkorridore, freien Zugang zu den eingeschlossenen Menschen sowie die sofortige Entsendung internationaler Beobachter in den Norden Sri Lankas.

„Auch wir arbeiten unter Beschuss“, erklärte ein Helfer vor Ort, der aus Sicherheitsgründen nicht namentlich genannt werden will. „Krankenhäuser werden angegriffen, mehrere Mitarbeiter sind verwundet. Die Kapazitäten reichen nicht, um die stündlich wachsende Zahl der Verletzten versorgen zu können. Es fehlt an allem, Verbandszeug, Medikamenten, Wasser und Lebensmitteln.“ Der Krieg werde ohne Rücksicht auf die zusammengedrängte Bevölkerung geführt, bericheten Partnerorganisationen deutscher Hilfswerke aus der Region.

Die Rebellen der LTTE (Befreiungstiger von Tamil Eelam) hindern die Eingeschlossenen den Berichten zufolge am Verlassen des Kampfgebiets. Mehrere tausend Menschen hätten trotzdem flüchten können, so das Bündnis Entwicklung hilft. Die Armee dränge die Flüchtlinge in Lagern bei Vavuniya, Mannar und Jaffna zusammen. Es komme dort immer wieder zu gewaltsamen Übergriffen von Seiten des Militärs.

„Nur die internationale Gemeinschaft kann die systematischen Kriegsverbrechen, Menschenrechtsverletzungen und die dramatische humanitäre Krise stoppen. Wir fordern gemeinsam mit unseren Partnern vor Ort eine sofortige Feuerpause, freien Zugang zu den Menschen, sichere Fluchtkorridore und die Entsendung internationaler Beobachter“, sagte Peter Mucke, der Geschäftsführer des Bündnisses.

Brot für die Welt, medico international, Misereor, terre des hommes und Welthungerhilfe leisten als Bündnis Entwicklung hilft akute Nothilfe und langfristige Entwicklungszusammenarbeit. Das Bündnis arbeitet mit anderen deutschen Hilfsorganisationen wie der Kindernothilfe als Bündnispartner zusammen.

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