Berlin (epo.de). – Indien gilt als die größte funktionierende Demokratie der Welt. Die Verhältnisse im Land sind von außen gesehen stabil. Die rechtlichen Grundsätze werden international gelobt. Dennoch prangern Menschenrechtsorganisationen vielfältige Menschenrechtsverletzungen sowie Übergriffe durch die Polizei an, die rechtsstaatlichen Grundsätzen widersprechen. Die virtuelle Akademie der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit veranstaltet zu diesem Thema vom 16.-18. Februar ein Online-Seminar.
Ein Film der indischen Journalistin Sunita THAKUR belegt die Menschenrechtsverletzungen in Indien eindrucksvoll. Hilfe bekommen die Opfer u.a. durch die indische Organisation People’s Watch. „Die Vorwürfe hinsichtlich Menschenrechtsverletzungen in Indien stimmen nachdenklich“, so die Naumann-Stiftung. Es gebe in Indien viele Organisationen, die in verschiedenen Bereichen tätig sind, um solche Verletzungen aufzudecken und Abhilfe zu schaffen. Es stelle sich aber die Frage, welchen Effekt die nationale sowie internationale Menschenrechtsarbeit in Indien hat, „wenn Christenverfolgung, massive Menschenrechtsverletzungen gegen Frauen und andere Probleme nicht verhindert werden können“.
Diskutiert werden soll auch die Frage, ob Entwicklungszusammenarbeit im politisch-gesellschaftlichen Bereich überhaupt einen Sinn macht. Was kann die EU, was kann Deutschland tun, um auf eine Verbesserung der Situation hinzuwirken?
Als Experten beteiligen sich an dem Online-Seminar unter anderen die indische Journalistin Sunita THAKUR sowie Henri THIPAGNE, Leiter der indischen Menschenrechtsorganisation People’s watch.



