
2008 erreichten die Mikrofinanz-Partner von Oikocredit der Bilanz zufolge 15 Millionen Haushalte in Entwicklungsländern. „Unsere Partner unterstützen arme KleinunternehmerInnen und ermöglichen ihnen die Verbesserung der Lebensbedingungen für sich, ihre Familien und die Gemeinschaft“, sagte Brigitta Herrmann, Geschäftsführerin von Oikocredit Deutschland. „Entscheidend für diesen Erfolg ist die soziale Leistungsfähigkeit unserer GeschäftspartnerInnen.“
SCHWERPUNKT AFRIKA
Wie Herrmann erläuterte, habe Afrika mit seiner hohen Armut einen besonderen Platz in der langfristigen Entwicklungsstrategie von Oikocredit. 2008 erhöhte Oikocredit ihre Investitionen in Afrika um 10,6 Prozent auf 52 Mio. Euro (Vorjahr: 47 Mio.). Gegenwärtig würden Möglichkeiten zur Ausweitung der Finanzierungsaktivitäten in Afrika geprüft. Die aktuelle Entscheidung, Mosambik zu einem weiteren Schwerpunktland zu machen, stärke die Präsenz auf dem afrikanischen Kontinent.
In diesem Jahr will Oikocredit auch die Kreditvergabemöglichkeiten in Nigeria sondieren. In Nigeria boomt der Mikrofinanzsektor mit über 800 Einrichtungen, die einen großen Kapitalbedarf haben, um einen riesigen, unterversorgten Markt zu bedienen. „Wenn wir wollen, dass mehr Menschen mit Hilfe der Mikrofinanzierung kleine Erwerbsbetriebe aufbauen, ihr Einkommen stabilisieren, ihre Kinder zur Schule schicken und medizinische Versorgung in Anspruch nehmen können, müssen wir weiterhin in sie investieren – auch in Krisenzeiten“, so Herrmann




