Berlin (epo.de). – Die Nutzung von Biokraftstoffen ist hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Ernähungssicherheit in tropischen Anbauländern in die Diskussion geraten. Wurden ihre Potenziale in Politik, Wissenschaft und der öffentlichen Diskussion zunächst überwiegend postitiv hervorgehoben, so mehren sich mittlerweile kritische Stimmen.
Aufgrund seiner günstigen Flächenpotenziale spielt Lateinamerika bei der Frage nach der Bedeutung von Biokraftstoffen eine wichtige Rolle. Die weltweit verstärkte Nachfrage nach agrarischen Rohstoffen gibt dieser Region jedoch nicht nur positive wirtschaftliche Impulse, sondern verändert auch machtpolitische Konstellationen, wirkt sich negativ auf die Umwelt aus und verstärkt soziale Konflikte.
Zu diesem Thema ist jetzt der fünfte Band der LatiF-Publikationsreihe mit dem Titel „Biokraftstoffe und Lateinamerika. Globale Zusammenhänge und regionale Auswirkungen“ erschienen. Das Inhaltsverzeichnis ist auf der Internetseite des Wissenschaftlichen Verlags Berlin einsehbar. Der 342 Seiten starke Band enthält 12 Artikel, u.a. von Thomas Fritz, Jens Giersdorf, Stefan Schmalz und Fidel Mingorance Cruz.
D. Franik / R. Müller / S. Müller / B. Velte / H. Wang-Helmreich / K. Wehling (Hg.)
Biokraftstoffe und Lateinamerika
Globale Zusammenhänge und regionale Auswirkungen
ISBN 978-3-86573-408-2
19 Euro




