Berlin (epo.de). – Amnesty International hat die Situation von ausländischen Flüchtlingen in der Türkei beklagt. Sie müssten unter unwürdigen, oft gefährlichen Bedingungen leben, heißt es in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht der Menschenrechtsorganisation. Die Türkei erkennt als einziger Mitgliedsstaat der Genfer Flüchtlingskonvention grundsätzlich keine nichteuropäischen Flüchtlinge als Asylbewerber an.
Amnesty zufolge sterben immer wieder Menschen bei dem Versuch, türkisches Gebiet zu erreichen. „Asylbewerber werden häufig in Haft genommen, dort nur schlecht versorgt und müssen ständig damit rechnen, abgeschoben zu werden, auch wenn ihnen danach schwere Menschenrechtsverletzungen drohen“, berichtet die Organisation. An Arbeit, eine vernünftige Wohnung oder angemessene Gesundheitsversorgung heranzukommen, sei für Flüchtlinge in der Türkei extrem schwierig. Gleichzeitig steige die Zahl der Flüchtlinge, die in die Türkei kommen, ständig.
Amnesty International forderte die Türkei am Mittwoch auf, ein faires und mit den internationalen Standards vereinbares Asylverfahrensgesetz zu verabschieden. Alle Menschen, die internationalen Schutz benötigen, müssten ihn in der Türkei auch finden können. Die Türkei müsse die Rechte von Asylbewerbern und Flüchtlingen in vollem Umfang anerkennen und effektiv schützen.




