
„Mit der Aktion sensibilisieren wir für das Thema Pressefreiheit, wir freuen uns, dass unsere Arbeit hier von so vielen Menschen interessiert wahrgenommen wird“, erklärte ROG-Geschäftsführerin Elke Schäfter die Aktion.
Für Reporter ohne Grenzen steht fest: „Korruption, Amtsmissbrauch, religiöse, ethnische oder sexuelle Verfolgung von Menschen – viele Verbrechen bleiben im Dunkeln, wenn niemand den Opfern ein Gesicht und eine Stimme gibt. In vielen Ländern setzen Reporterinnen und Reporter ihr Leben aufs Spiel, wenn sie Missstände öffentlich machen. Mit unserer Aktion protestieren wir gegen Zensur und Verfolgung von Journalistinnen und Journalisten. Wir fordern einen besseren Schutz von Medien und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.“

Die 40 größten „Feinde der Pressefreiheit“ benennt ROG auf einer gleichnamigen, am Samstag veröffentlichten Liste: Darunter sind nicht nur Regierungen, sondern auch paramilitärische und terroristische Gruppen, Rebellen und kriminelle Netzwerke. Neu hinzugekommen ist in diesem Jahr unter anderem Italien. Zehn Journalistinnen und Journalisten stehen in dem Land derzeit unter Polizeischutz, weil sie von mafiösen Gruppen bedroht werden.
„Ohne Pressefreiheit bleiben Opfer unsichtbar“ ist auch das Motto einer neuen Kampagne von Reporter ohne Grenzen zum 15-jährigen Jubiläum der Organisation in Deutschland. Wenn Journalistinnen und Journalisten nicht berichten könnten, sei eine freie Meinungsbildung nicht mehr möglich. Dann können auch keine stabile demokratische Gesellschaft entstehen. „Politik und Gesellschaft müssen sich gleichermaßen für das hohe Gut der Pressefreiheit einsetzen“, sagte ROG-Vorstandssprecher Michael Rediske.
Liste der Feinde der Pressefreiheit (engl., PDF)
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