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USA verteidigen Militärpräsenz in Kolumbien

Frank Mora. Foto: US-VerteidigungsministeriumCaracas/Bogota (epo.de). – US-Militärs haben ein geplantes Abkommen mit Kolumbien verteidigt, das in den nächsten zehn Jahren die Nutzung von sieben Militärbasen durch die US-Streitkräfte erlauben soll. Das Abkommen, das Ende des Monats vertraglich besiegelt werden soll, war vor allem von Venezuela, Ecuador, Bolivien und Brasilien heftig kritisiert worden.

Frank Mora (Foto), Deputy Assistant Secretary of Defense for Western Hemisphere Affairs, sagte der Nachrichtenagentur AP, das Abkommen sehe keine Verstärkung der US-Militärpräsenz in Lateinamerika vor. “Es formalisiert nur, was wir bereits tun.”

Nach Angaben des US-Militärs sollen US-Soldaten Kolumbien bei der Drogenbekämpfung und im Kampf gegen die Rebellenbewegung FARC helfen. Venezuelas Präsident Hugo Chàvez nannte die Militärpräsenz der USA in Kolumbien eine ernsthafte Bedrohung für die Region. Auch andere südamerikanische Regierungen äußerten Bedenken.

Die USA haben rund 250 Soldaten in Kolumbien stationiert. Nachdem Ecuador die weitere Stationierung von US-Truppen untersagt hatte, könnte das US-Kontingent in Kolumbien auf 400 Mann aufgestockt werden, sagte Mora. Er erklärte, das US-Militär habe keine Ambitionen, die Truppenstärke über das vom US-Kongress vorgegebene Maß von 800 Soldaten und 600 zivilen Beratern hinaus zu vergrößern.

Mora erklärte, die US-Basen würden nicht mit “offensiver Kapazität” ausgestattet, weder F-16-Kampfjets noch Panzer würden stationiert. Die Bedenken von Chàvez seien “die übliche Anti-Yankee-Rhetorik”.

US-General James Cartwright räumte hingegen Fehler in der Kommunikation des Abkommens ein. Der Vize-Vorsitzende des US-Generalstabs sagte, die USA müssten auf die regionalen Bedenken reagieren und das Vorhaben so transparent wie möglich machen, um alle Befürchtungen auszuräumen.

Die USA hatten ihre Militärpräsenz und Anti-Drogen-Kampagnen in Lateinamerika in der Vergangenheit häufig zur Ausbildung lateinamerikanischer Militärs bei der Aufstandsbekämpfung (“Counter Insurgency”) und der Unterdrückung von linken Rebellen-Bewegungen genutzt. Vor allem die linken Regierungen in Venezuela, Bolivien und Ecuador befürchten, die Militäraktivitäten der USA in der Region könnten gegen sie gerichtet sein.

en.wikipedia.org/wiki/Counter-insurgency

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