Frankurt (epo.de). – Während einige Länder Subsahara-Afrikas stagnieren oder zurückfallen, machen andere beachtliche Fortschritte im Kampf gegen Armut. Dazu zählen ein anhaltend hohes Wirtschaftswachstum sowie signifikante Fortschritte im Kampf gegen Armut und für eine menschenwürdige Entwicklung. Für Walter Eberlei, Autor des Buches „Afrikas Wege aus der Armutsfalle“, werden soziale und wirtschaftliche Fortschritte ganz entscheidend durch eine verbesserte Politik vieler afrikanischer Regierungen beeinflusst.
Eberlei hat im Rahmen eines Forschungsprojekts Feldforschungen in Ghana, Sambia und Äthiopien durchgeführt. Darüber hinaus flossen auch Erkenntnisse aus Aufenthalten in anderen afrikanischen Ländern ein (u.a. Uganda, Tansania, Kenia, Mosambik). Eberleis These: Die neue Qualität staatlichen Handelns hat ihren Ursprung in der Demokratisierung vieler Länder der Region. Eine kritische politische Öffentlichkeit schafft heute eine Binnennachfrage nach entwicklungsorientierter Politik und setzt die Mächtigen zunehmend unter Handlungsdruck.
Internationale Entwicklungszusammenarbeit kann diese Trends stärken, gerade in Zeiten der Krise, so Eberlei. Bisher habe sie aber nicht genug dazu beigetragen, demokratisches Regieren und armutsorientierte Politik in Afrika zu unterstützen. In jüngster Zeit angestoßene Reformen tragen nach Auffassung des Autors jedoch dazu bei, die Wirksamkeit von Entwicklungszusammenarbeit zu erhöhen.
Walter Eberlei ist Professor im Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften der Fachhochschule Düsseldorf und gelernter Journalist. Er beschäftigt sich seit mehr als zwanzig Jahren mit Entwicklungspolitik in Forschung, Lehre und Praxis.
Walter Eberlei
Afrikas Wege aus der Armutsfalle
Frankfurt a.M., Brandes & Apsel, 200 S., € 19,90/sFr 35,90
ISBN 978-3-86099-611-9
www.eberlei.de/afrika/




