
In den Industrieländern, wo heute jeder Fünfte 60 Jahre und älter ist, wird im Jahr 2050 voraussichtlich bereits ein Drittel der Bevölkerung zu dieser Altergruppe gehören. Deutschland hat – nach Japan – schon heute die zweitälteste Bevölkerung der Welt: Das Durchschnittsalter beträgt 43,9 Jahre.
Die Bevölkerung in den Entwicklungsländern ist dagegen weitaus jünger: In Afrika beispielsweise beträgt der Anteil der älteren Menschen heute rund sechs Prozent, zur Mitte des Jahrhunderts werden es voraussichtlich elf Prozent sein. Hier sei die Altersgruppe der unter 15-Jährigen unter anderem aufgrund vieler ungewollter Schwangerschaften besonders hoch, so die DSW.
„Der Trend zur Alterung macht auch vor den Entwicklungsländern nicht Halt und wird sie angesichts fehlender sozialer Sicherungssysteme bald vor zusätzliche große Probleme stellen“, sagte Renate Bähr, Geschäftsführerin der DSW. „Die Gefahr, dass die künftige ältere Bevölkerung in Entwicklungsländern in großer Armut leben wird, ist extrem groß.“




