Freiburg (epo.de). – Caritas international hat ein konsequenteres Einschreiten gegen den Einsatz von Kindersoldaten gefordert. Der Druck auf die Verantwortlichen, das Verbot einer zwangsweisen oder freiwilligen Rekrutierung von Minderjährigen konsequent umzusetzen, müsse verstärkt werden, forderte Caritas-Leiter Oliver Müller am Donnerstag in Freiburg. Zudem müsse der Internationale Strafgerichtshof gegen Regierungen und Milizen tätig werden, wenn diese Kinder im Krieg einsetzen.
„Unsere Arbeit zur Resozialisierung ehemaliger Kindersoldaten kann langfristig nur Erfolg haben, wenn wir politische Unterstützung erhalten“, sagte Müller anlässlich des internationalen Aktionstages gegen den Einsatz von Kindern als Soldaten, der am 12. Februar begangen wird. Müller wies darauf hin, dass nach Schätzungen der Vereinten Nationen rund 250.000 Kinder weltweit in bewaffneten Konflikten eingesetzt werden. „Es darf nicht sein, dass Kinder zum Töten erzogen und missbraucht werden“, betonte Müller, „das zu verhindern muss eine internationale Aufgabe werden.“
Caritas international, das Hilfswerk der deutschen Caritas, unterstützt zahlreiche Projekte in Liberia, in Uganda und in der Demokratische Republik Kongo, in denen ehemaligen Kindersoldaten ein Weg zurück in das zivile Leben ermöglicht werden soll. So betreut Caritas Goma ehemalige Kindersoldaten in fünf Übergangszentren in Ostkongo und versorgt sie medizinisch und psychologisch. Ziel ist die Rückkehr in ihre Familien.
Die Caritas habe in vielen Fällen selbst die Freilassung der Kinder erreichen können, berichtete die Organisation. Die Mitarbeiter stünden im Kontakt mit Armee- und Milizführern und verhandelten über die Demobilisierung. Die Projekte richten sich auch an die Öffentlichkeit mit dem Ziel, die Bevölkerung für das Thema Kinderrechte zu sensibilisieren.




