
Das Haiti Food Security Emergency Tool sammelt Daten wie Landnutzung, Erdbebenschäden oder nutzbare Straßen aus einer Vielzahl von Quellen und stellt das Ergebnis in Form interaktiver Karten zusammen. Das Tool basiert nach Angaben der FAO auf GIEWS-Frühwarnsystem (Global Information and Early Warning System), das von der Europäischen Kommission finanziert wird.
Der FAO zufolge sind die Preise für Nahrungsmittel als Folge des Erdbebens vom 12. Januar stark angestiegen. Weizen verteuerte sich demnach um 70 Prozent, Mais und Bohnen um 30 bis 35 Prozent. Rund 60 Prozent der Nahrungsmittel, die in Haiti verbraucht werden, müssen importiert werden. Priorität habe neben der Nothilfe die Aufrechterhaltung der landwirtschaftlichen Produktion, so die FAO. Für jeden investierten US-Dollar würden Nahrungsmittel im Wert von 40 bis 60 Dollar erzeugt, schätzt die FAO.
Der Hilfsappell der Vereinten Nationen an die internationale Staatengemeinschaft, die Landwirtschaft in Haiti mit mindestens 23 Millionen Dollar zu unterstützen, sei dennoch weitgehend auf taube Ohren gestoßen, klagt die FAO. Bisher habe die UN-Organisation nur acht Prozent der erforderlichen Mittel erhalten.




