Berlin (epo.de). – Die Förderung der regionalen Integration ist seit Jahren ein wichtiges Thema der Entwicklungspolitik. Medien kommt dabei eine bedeutende Rolle zu. Das Internationale Institut für Journalismus (IIJ) von InWEnt hat nun ein Handbuch für Journalisten herausgegeben, das sich Fragen rund um die regionale Integration in Westafrika widmet.
Wenn Staaten einer Region miteinander kooperieren und sich zu einer Gemeinschaft zusammenschließen, geht es in erster Linie darum, Frieden, Stabilität und wirtschaftliches Wachstum zu fördern. Auf dem afrikanischen Kontinent gibt es außer der Afrikanischen Union gegenwärtig acht Regionalorganisationen, die unterschiedlich erfolgreich sind. Darunter ist die Wirtschaftsgemeinschaft der westafrikanischen Staaten (ECOWAS), die – 1975 gegründet – nicht selten als Vorbild für Integrationsbestrebungen afrikanischer Staaten genannt wird. Zugleich ist das Wissen über die Geschichte, über Strukturen und Beweggründe für die Schaffung von ECOWAS in der Region selbst noch sehr gering.
Bei der Frage, in welchem Grad und wie ECOWAS in der Gesellschaft wahrgenommen wird, kommt den Medien eine große Bedeutung zu. Sie stehen vor der Herausforderung, kompetent, ausgewogen und kritisch über die Entwicklung von ECOWAS zu informieren, Entscheidungen zu hinterfragen, Analogien zu anderen Regionalorganisationen zu ziehen sowie Stärken und Schwächen von ECOWAS verbunden mit möglichen Perspektiven aufzuzeigen.
Aus diesem Grund bietet InWEnts Internationales Institut für Journalismus (IIJ) seit einigen Jahren zweiwöchige Trainingskurse zum Thema „Reporting on Regional Integration in West Africa – History, Institutions and Policies of ECOWAS“ in Accra und seit 2010 nun auch in Dakar für Journalisten westafrikanischer Medienhäuser an.
Basierend auf diesen Erfahrungen und unter Einbezug der Trainingsinhalte hat das IIJ nun ein Handbuch für Journalisten herausgegeben, das sich Fragen rund um die regionale Integration in Westafrika widmet.




