
Flüchtlinge hätten eine Heimat, Familien, einem Arbeitsplatz und Träume, erklärte der UN-Generalsekretär. Dies alles müssten sie bei ihrer verzweifelten Suche nach Sicherheit in fremder Umgebung aufgeben. Sie stünden vor einer ungewissen Zukunft, müssten außerordentlichen Mut aufbringen, um zu überleben und ihr Leben wieder in geordnete Bahnen zu bringen.
An diesem Weltflüchtlingstag ehre die Weltgemeinschaft Millionen von Flüchtlingen und ihren unbezwingbaren Mut. Viele hätten großes Leid erfahren und dennoch nicht die Hoffnung verloren. Sie hätten die Stärke, Verzweiflung zu überwinden und entgegen aller Widrigkeiten ein neues Leben zu beginnen. "Wir können ihren Mut jeden Tag in den Flüchtlingslagern in Asien und Afrika beobachten, wo ganze Familien neue Fähigkeiten erwerben und unruhig auf den Tag warten, an dem sie in ihre Heimat zurückkehren und ihr Land wieder aufbauen können", sagte Annan. "Wir beobachten das in Afghanistan, Angola, Sierra Leone und vielen weiteren Ländern, wo Millionen Flüchtlinge mit neuer Hoffnung in ihre vom Krieg zerstörte Heimat zurückkehren. Wir sehen es auch in Städten auf der ganzen Welt, wo Flüchtlinge, die nicht in ihre Heimat zurückkehren konnten, dem Gastland neuen Wohlstand und kulturelle Vielfalt geben konnten."
In den vergangenen 50 Jaren habe das Büro des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR) mehr als 50 Millionen Flüchtlingen geholfen, betonte Annan. Momentan unterstützten UNHCR-Mitarbeiter in 115 Ländern 17 Millionen Flüchtlinge. "Bei ihrer wichtigen Arbeit beweisen auch sie ihren Mut. Mut, den sie auch aus ihrer Arbeit für die Flüchtlinge schöpfen. Ein UNHCR-Mitarbeiter sagte inmitten einer Krise: 'Wenn die Flüchtlinge, die alles verloren haben, die Hoffnung nicht aufgeben, wie könnten wir es dann tun?'"




