
Niebel sagte nach dem Treffen: „Gute Regierungsführung und die Bekämpfung von Korruption sind entscheidende Voraussetzungen für eine nachhaltige Entwicklung und deshalb zentrale Elemente einer liberalen Entwicklungspolitik.“
Deutschland setzt dabei nach Angaben des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) auf zwei Ebenen an: Fördern und Fordern. Zum einen würden konkrete Programme in Afrika gefördert, zum Beispiel die Unterstützung im Bereich der öffentlichen Finanzen oder der Aufbau von Rechnungshöfen. Dazu zählten auch internationale Programme wie die „Extractive Industries Transparency Initiative“ (EITI), die bei der Nutzung mineralischer Ressourcen Unternehmen und Regierungen zu Transparenz und Offenlegung der Zahlenströme verpflichtet.
Zum anderen fordere Deutschland über eine werteorientierte Entwicklungszusammenarbeit die Einhaltung von Mindeststandards, im Menschenrechtsbereich ebenso wie bei der Korruptionsbekämpfung. Niebel: „Dabei ist mir wichtig, dass ich nicht hier stehe, um den Zeigefinger zu erheben und Afrika wegen schlechter Regierungsführung anzuklagen. Ich klage Korruption und Misswirtschaft an, wo es sie in Afrika gibt, aber ich weiß auch, dass zum Tango immer zwei gehören. Wirtschaftliche Zusammenarbeit muss frei von Korruption sein. Bei uns in Deutschland und in unseren Partnerländern.“




