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Haiti: Wiederaufbau gelingt nur mit starker Zivilgesellschaft

niebel_dirk_fdp_100Port-au-Prince (epo.de). – Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) hat zum Abschluss seines Besuches in Haiti und der Dominikanischen Republik am Dienstag die Rolle der Zivilgesellschaft beim Wiederaufbau Haitis hervorgehoben. „Ich bin davon überzeugt, dass der Neuaufbau Haitis nur durch politische Teilhabe einer starken Zivilgesellschaft und nur aus der Mitte der Gesellschaft heraus gelingen wird“, sagte Niebel.

Niebel erklärte, angesichts der beginnenden Regen- und der bevorstehenden Hurrikan-Zeit sei jetzt die schnelle Umsetzung der internationalen Hilfszusagen vordringlich. Es sei wichtig, dass die Internationale Interimkommission zum Wiederaufbau Haitis (IRHC) unter der Leitung der haitianischen Regierung rasch die Koordinierung der internationalen Aufbauhilfe beginne. Effizienz, Transparenz und Rechnungslegung der Mittelverwendung seien dabei von entscheidender Bedeutung.

Nach dem verheerenden Erdbeben vom 12. Januar auf Haiti hatte die internationale Gebergemeinschaft am 31. März in New York ein außerordentliches Hilfspaket von 9,8 Milliarden US-Dollar geschnürt. Niebel übergab in der zu achtzig Prozent zerstörten Gemeinde Leogane die ersten der 1.300 mit deutschen Mitteln finanzierten Einfachhäuser, die als Notunterkünfte für rund 7.000 Menschen dienen sollen. Er besuchte auch Hilfsprojekte deutscher zivilgesellschaftlicher und kirchlicher Organisationen (Kindernothilfe, DRHK, Caritas, SOS-Kinderdorf) und sagte dabei dem SOS-Kinderdorf 1,3 Millionen  Euro für die Erweiterung einer Schule sowie einer Krankenstation zu.

In der benachbarten Dominikanischen Republik würdigte Dirk Niebel die über 25jährige erfolgreiche Zusammenarbeit und dankte zugleich den Behörden für ihre schnelle und unbürokratische Unterstützung, die die deutsche Nothilfe für Haiti erhalten hatte. „Ohne diese Unterstützung wäre die deutsche Hilfe für die Erdbebenopfer nicht so rasch und effizient zu leisten gewesen“, sagte Niebel. In den ersten Wochen war die deutsche Hilfe weitgehend über die Dominikanische Republik bereitgestellt worden, die zudem auf der Wiederaufbaukonferenz vom März 2010 in New York eigene 50 Millionen Dollar Hilfe bereitgestellt hatte.

Niebel kündigte an, die im beiderseitigen Interesse liegende Zusammenarbeit im Klima – und Umweltschutz fortzusetzen und erörterte mit seinen Gesprächspartnern auch Möglichkeiten weiterer Kooperationsvorhaben, um so gemeinsam den Wiederaufbau Haitis zu unterstützen. Zuvor hatte Niebel in der dominikanisch-haitianischen Grenzregion ein laufendes Kooperationsvorhaben zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung von Wassereinzugsgebieten besucht. Die Erfahrungen aus diesem kommunalen Umweltschutzvorhaben in der Dominikanischen Republik sollen auf haitianische Grenzgemeinden übertragen werden.

www.bmz.de

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