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ROG kritisiert Angriffe gegen Journalisten im Westjordanland

rog_logo_neuBerlin (epo.de). – Reporter ohne Grenzen (ROG) hat die wachsende Anzahl körperlicher Angriffe auf Journalisten im Westjordanland durch israelische Soldaten kritisiert. In den vergangenen zwei Wochen hätten Angehörige der israelischen Armee mindestens drei palästinensische Journalisten attackiert sowie einen palästinensischen und einen israelischen Journalisten festgenommen, berichtete die Organisation in Berlin.

„Mehr als 30 Medienschaffende wurden seit Beginn des Jahres von Mitgliedern des israelischen Militärs angegriffen und verletzt. Wir fordern die Militärbehörden auf, diese Fälle zu untersuchen und die verantwortlichen Soldaten zu bestrafen“, erklärte ROG.

Am 23. Mai feuerten israelische Soldaten nach Angaben von ROG eine Tränengasgranate auf Jussef Schaheen, der als Kameramann für den Satelliten-Fernsehsender „Al-Quds“ arbeitet. Er berichtete über Proteste gegen die israelische Mauer in Bait Dschala, einem Dorf rund zehn Kilometer südlich von Jerusalem. Nach dem Angriff musste er zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.

Bei Protesten gegen die israelischen Sperranlagen in Bili’n westlich von Ramallah, so ROG, beschossen Soldaten den Zeitungskorrespondenten Harun Amaira am 14. Mai mit einer Tränengasgranate. Bereits im März sei der Mitarbeiter des Fernsehsenders „Falestin“ zweimal von israelischen Soldaten angegriffen worden.

Israelische Militärangehörige hätten außerdem Alaa Abu Al-Saud, Kameramann des Fernsehsenders „Al-Sharqia“, verhaftet, der die Proteste am 14. Mai filmte. Er sei erst nach einem Verhör am Abend wieder freigelassen worden.

Ahmed Frage von der Zeitung „Al-Ayyam“ wurde ROG zufolge am 15. Mai auf dem Weg zur Arbeit am Checkpoint Hazma bei Ramallah von israelischen Soldaten kontrolliert. Auf Nachfrage zeigte er seinen Personal- und seinen Presseausweis. Die Soldaten hätten ihn anschließend gezwungen, aus dem Auto auszusteigen, und auf ihn eingeschlagen. Frage habe schwere Verletzungen erlitten und sei für eine Woche arbeitsunfähig gewesen.

Der israelische Fotojournalist Israel Poterman wurde laut ROG während der Berichterstattung über die wöchentlichen Demonstrationen gegen die israelischen Sperranlagen in Bili’n am 21. Mai festgenommen.

Die israelische Armee ist auf der Liste der 40 größten „Feinde der Pressefreiheit“, die ROG am 3. Mai veröffentlicht hat. Mindestens 33 palästinensische Journalisten wurden im Jahr 2009 körperlich angegriffen und verletzt. In diesem Monat hat ROG bereits vier Angriffe gegen Journalisten und zwei Festnahmen von Medienmitarbeitern dokumentiert.

www.reporter-ohne-grenzen.de

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