Stuttgart (epo.de). – Die evangelische Hilfsaktion „Brot für die Welt“ hat die rasche Aufklärung des Mordes an dem kongolesischen Menschenrechtler Floribert Chebeya gefordert. Der Direktor der Organisation „Stimme der Stimmlosen“ (La Voix des Sans Voix) war am Rande der Hauptstadt Kinshasa gefesselt in einem Auto tot aufgefunden worden. Er hatte sich seit mehr als 20 Jahren für die Menschenrechte in der Demokratischen Republik Kongo eingesetzt.
Die Direktorin von „Brot für die Welt“, Pfarrerin Cornelia Füllkrug-Weitzel, erklärte zur Ermordung von Floribert Chebeya: „Wir sind bestürzt über diese Nachricht. Unser Mitgefühl gilt nun der Familie und den Angehörigen. Wir fordern die Verurteilung der Täter und ihrer Hintermänner, sowie den verstärkten Schutz für alle Menschenrechtsverteidiger in der Demokratischen Republik Kongo, die unter den gegenwärtigen politischen Umständen besonders gefährdet sind. Die zuständigen Autoritäten fordern wir auf, alles zu tun, um den Aufenthalt des verschwundenen Fahrers zu ermitteln und seine Unversehrtheit zu garantieren.“
Chebeya habe sich seit mehr als 20 Jahren unerschrocken und mit deutlichen Worten für die Einhaltung der Menschenrechte eingesetzt und dabei mehr als einmal sein Leben riskiert, erklärte Brot für die Welt. Mehrfach sei er inhaftiert und gefoltert worden. Zuletzt sei er im März 2009 auch auf Druck von Brot für die Welt aus einer einwöchigen Haft entlassen worden. Chebeya hatte gemeinsam mit anderen den Protest gegen den erzwungenen Rücktritt des Parlamentspräsidenten Vital Kamerhe organisiert.
Die Demokratische Republik Kongo feiert am 30. Juni den 50. Jahrestag ihrer Unabhängigkeit. Menschenrechtsverletzungen unterschiedlichen Ausmaßes seien in allen Provinzen des Landes an der Tagesordnung, kritisierte Brot für die Welt.




