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Arbeit gegen Folter muss intensiviert werden

bfdwStuttgart (epo.de). – In mehr als 110 Staaten der Erde werden täglich zahllose Menschen Opfer von Folter. Darauf hat der Menschenrechtsexperte von „Brot für die Welt“, Michael Windfuhr, anlässlich des Internationalen Tags zur Unterstützung der Opfer von Folter am 26. Juni hingewiesen. „Die Arbeit gegen Folter durch nichtstaatliche Organisationen, Anwälte, die Europäische Union, die Vereinten Nationen und andere Akteure muss intensiviert werden“, forderte Windfuhr.

Die Wahrung und der Schutz der menschlichen Würde sind wesentliche Ziele der Arbeit des evangelischen Hilfswerks. Seit vielen Jahren unterstützt Brot für die Welt Opfer von Folter und deren Angehörige.

Nach Angaben des Sonderberichterstatters der Vereinten Nationen zum Thema Folter wird derzeit in über 110 Staaten weltweit gefoltert. Meistens seien staatliche Sicherheitskräfte für die Folter verantwortlich, so Brot für die Welt. Unwürdige Bedingungen für die meisten der weltweit über zehn Millionen Gefängnisinsassen seien an der Tagesordnung. Vor allem aber werde in viel zu vielen Ländern Folter systematisch eingesetzt. Hierzu gehörten Länder wie China, Eritrea, Iran, aber auch die Demokratische Republik Kongo. Folter sei dabei kein Phänomen, das nur auf Diktaturen beschränkt ist, sondern überall wiederaufkommen kann. Gerade im „Kampf gegen den Terrorismus“ hätten in vielen Ländern die Folterfälle wieder zugenommen.

Auch Mitarbeiter von Partnerorganisationen von Brot für die Welt werden immer wieder Opfer von Verfolgung, Folter und politischem Mord. Jüngstes Beispiel ist Floribert Chebeya, der Direktor der „Stimme der Stimmlosen“, einer langjährigen Partnerorganisation von Brot für die Welt im Kongo. Er wurde Anfang Juni ermordet. „Gerade Menschenrechtsverteidiger sind bevorzugte Opfer von Folter und Verfolgung“, so Windfuhr. Chebeya soll nun genau am Tag zur Unterstützung der Opfer von Folter beerdigt werden. Bis heute ist der Fahrer Chebeyas, Fidèle Bazana Edadi, nicht gefunden worden. „Gegenwärtig sind wir sehr in Sorge um das Schicksal der Familien Floribert Chebeyas und Fidèle Bazanas“, sagte Windfuhr.

Die strukturellen Ursachen für politische Morde, aber auch für Androhung von Mord, Verhaftung und Folter, sieht Windfuhr in einer Unterhöhlung des Rechtsstaats und einer systematischen Straflosigkeit, die die Täter schützt und Opfer ihrer Rechte beraubt. Sowohl in Armee- als auch in Polizeigewahrsam werden Menschen gefoltert und gequält. Jüngster Fall im Kongo ist beispielweise der Tod von Sebuhinja Tarcisse. Tarcisse starb nach Informationen der Partnerorganisation „Organisation Mondiale Contre la Torture“ (OMCT) vor wenigen Tagen an den Folgen schwerer Misshandlungen, die er in Militärgewahrsam im Nord-Kivu erlitt.

www.brot-fuer-die-welt.de

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