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BMZ hilft beim Ausbau der Wasserkraft in Ägypten

bmzKairo (epo.de). – In Ägypten wird deutscher Unterstützung der neue Assiut-Staudamm sowie das dazugehörige Wasserkraftwerk gebaut. Das Projekt soll die Existenz von fünf Millionen Bauern sichern. Im Beisein von Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) wurde am Dienstag ein Darlehensvertrag in Höhe von 91,67 Millionen Euro unterzeichnet. Die Mittel werden zu vergünstigten Finanzierungskonditionen im Rahmen der deutsch-ägyptischen Entwicklungszusammenarbeit bereitgestellt.

Die Gesamtkosten des Vorhabens belaufen sich nach Angaben des deutschen Entwicklungsministeriums auf rund 475 Millionen Euro, von denen etwa 65 Prozent über die KfW Entwicklungsbank finanziert werden. Der am Dienstag unterzeichnete Darlehensvertrag ist der dritte zur Bereitstellung des deutschen Finanzierungsanteils. Vertragspartner sind die ägyptische Zentralbank, das ägyptische Ministerium für Wasserressourcen und Bewässerung, die ägyptische staatliche Holdinggesellschaft für die Elektrizitätsversorgung und die deutsche staatseigene KfW Entwicklungsbank.

Ziele des Vorhabens sind die Wasserversorgung zur Bewässerung eines Gebietes von 672.000 Hektar, von der die Existenz von rund fünf Millionen Bauern und deren Familien abhängt. Mit dem Kraftwerk kann Strom im Umfang von 250 Gigawatt pro Stunde erzeugt werden. Dem ägyptischen Staat gibt das die Möglichkeit, Einnahmen aus dem Verkauf von CO2-Emissionsreduktionszertifikaten zu erzielen. Zugleich hat die Wasserregulierung einen positiven Effekt für die Schifffahrt auf dem Nil.

Basis für die erfolgreiche Anbahnung dieses Großvorhabens zur Nutzung des Nilwassers für die Bewässerung und saubere Stromerzeugung sei die langjährige und vertrauensvolle Partnerschaft zwischen Deutschland und Ägypten im Rahmen der deutsch-ägyptischen Entwicklungszusammenarbeit, erklärte das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Beide Länder kooperieren bei der Bewässerung bereits seit Mitte der 1960er Jahre, im Bereich erneuerbare Energien seit Mitte der 1990er Jahre. Auch durch die deutsch-ägyptische Entwicklungszusammenarbeit hat die Nutzung von erneuerbaren Energien einen immer höheren Stellenwert in der ägyptischen Energiepolitik erhalten. Die ägyptische Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2020 20 Prozent des ägyptischen Strombedarfs durch sauberen Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu decken.

www.bmz.de

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