Berlin (epo.de). – Zwei Jahre nach dem Krieg zwischen Georgien und Russland hat Amnesty International eine angemessene Unterbringung, Arbeitsplätze und einen ausreichenden Zugang zur Gesundheitsversorgung für Binnenflüchtlinge gefordert. Etwa sechs Prozent der Bevölkerung Georgiens (rund 246.000 Menschen) seien derzeit Flüchtlinge im eigenen Land, berichtete die Menschenrechts-Organisation in Berlin.
Während des georgisch-russischen Krieges im August 2008 und danach flohen nach Angaben von Amnesty rund 128.000 Menschen aus Südossetien und dem Kodori-Tal in Abchasien. Viele seien zurückgekehrt, aber für fast 26.000 Menschen sei eine Rückkehr auf absehbare Zeit nicht möglich. Etwa 220.000 Menschen hatten ihre Heimat bereits während der Konflikte zu Beginn der 1990er Jahre um die Unabhängigkeit von Südossetien und Abchasien von Georgien verlassen müssen.
„Viele Menschen, die vor fast zwei Jahrzehnten geflohen sind, leben immer noch in ehemaligen Krankenhäusern oder Baracken des Militärs, in denen sanitäre Einrichtungen und Privatsphäre fehlen“, kritisierte Amnesty International. Die Situation der Binnenflüchtlinge hat die Organisation in dem Bericht „In the waiting room: Internally displaced people in Georgia“ zusammengefasst.




