
„Diese Politik kostet Menschen das Leben“, sagt Schauspieler Benno Fürmann. Mit Stargeiger David Garrett engagiert Fürmann sich für die Millennium-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen. Fürmann und Garrett wollen im Rahmen der UN-Millenniumkampagne mit Anzeigen und Spots möglichst viele Menschen gewinnen, um über die Website www.mit-dir-sind-wir-viele.de den Politikern Druck zu machen, ihre Versprechen einzulösen.
Die UN-Millenniumkampagne verweist darauf, es gebe zwar Erfolge in Ostasien, aber kaum Fortschritte in Afrika südlich der Sahara: Mehr als die Hälfte der Menschen dort hätten nur rund einen Euro pro Tag zum Überleben. 2008 seien mehr als vier Millionen Kinder vor ihrem fünften Geburtstag gestorben. Aber es gebe auch Mutmacher. In Malawi, einem der ärmsten Staaten, sei die Bevölkerung jahrelang auf Nahrungshilfe angewiesen gewesen. Durch gezielte Förderung einheimischer Bauern würden heute sogar landwirtschaftliche Produkte exportiert. Die Kindersterblichkeit sei um 40 Prozent gesunken.
„Gute Politik kann Leben retten“, ist die UN-Millenniumkampagne überzeugt. Doch viele reiche Nationen hielten ihre Versprechen nicht ein. Ungerechte Welthandelsregeln kosteten die Entwicklungsländer etwa das Sechsfache dessen, was sie an Entwicklungshilfe erhalten. Dabei gehöre ein faires Handels- und Finanzsystem zu den Millennium-Entwicklungszielen. Garrett: „Jede einzelne Nation hält Jahr für Jahr ihre eigenen Versprechen nicht ein. Und so hart das klingen mag: Diese Politik kostet Tag für Tag zigtausenden Menschen das Leben.“
„Das Erreichen der Ziele ist keine Frage des Könnens“, sagt Fürmann. „Es ist einzig und allein eine Frage des politischen Willens.“ Garrett und Fürmann fordern die Politiker auf, einen verbindlichen Aktionsplan durchzusetzen. Ihr Auftritt in Anzeigen, Fernseh- und Hörfunkspots wurde von einem Bündnis aus Agenturen und Einzelpersonen aus Werbung und Medien vorbereitet und umgesetzt – quasi ohne Budget. Auch viele Verlage, Fernseh- und Radiosender ziehen mit. Keine Anzeige und kein Werbespot werde bezahlt, erklärte die UN-Millenniumkampagne.




