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Jugendwettbewerb zur Förderung des Dialogs über bewaffnete Konflikte

icrcGenf (epo.de). – „Junge Reporter“ heißt ein weltweiter Wettbewerb, den das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) jetzt gestartet hat. Er soll jungen Menschen mehr Stimme verleihen im Zusammenhang mit dringenden humanitären Fragen, die von Vertreibung durch Krieg bis hin zu den verheerenden Folgen von Landminen reichen. Die Initiative „Junge Reporter“ fällt mit dem Internationalen Jahr der Jugend zusammen, das am 12. August begann.

Achtzehn- bis 25-Jährige sollen im Rahmen des Wettbewerbs Gelegenheit haben, ein besseres Verständnis davon zu bekommen, wie Gewalt das Leben junger Menschen beeinflusst, so das IKRK. Und sie sollen ihre Meinung über bewaffnete Konflikte mit anderen jungen Menschen austauschen können.

„Bewaffnete Konflikte können einen unvorstellbar hohen Preis von Kindern und Jugendlichen fordern, die sehr oft nicht die Möglichkeit haben, ihrer Meinung Gehör zu verschaffen und deshalb schweigend leiden müssen“, sagte Philip Spoerri, Direktor des IKRK für humanitäres Völkerrecht. „Der Wettbewerb will jungen Menschen erlauben, einander zuzuhören und voneinander zu lernen. Gleichzeitig soll er uns Gelegenheit geben, von ihnen zu lernen. Wir hoffen, dass der Wettbewerb den Herausforderungen, denen von Krieg betroffene junge Menschen gegenüberstehen, deutlich Ausdruck verleihen und den Hoffnungen, Ideen und Träumen der Jugend Auftrieb geben wird.“

Jeder der vier Wettbewerbsgewinner wird eingeladen, in ein Land zu reisen, das von einem bewaffneten Konflikt betroffen wurde. Ausgewählt wurden Georgien, Libanon, Liberia und die Philippinen. Dort werden die „jungen Reporter“ mit anderen jungen Menschen diskutieren können, die bewaffnete Auseinandersetzungen selbst erlebt haben oder unter ihren Folgen leiden. Die Gewinner werden Gast der jeweiligen IKRK-Delegation sein und Gelegenheit haben, Aktivitäten zu besichtigen, die das IKRK und die jeweilige Nationale Rotkreuzgesellschaft durchführen. Darüber hinaus zeigen IKRK-Experten den „jungen Reportern“, wie man über humanitäre Fragen berichtet.

„Nachrichten zu hören oder einen Artikel zu lesen, den ein Freund auf Facebook gestellt hat, ist nicht dasselbe, wie jemandem in deinem Alter gegenüber zu sitzen und wirklich zu verstehen, was diese Person erlebt hat“, sagte Nicole Martins-Maag, Leiterin des IKRK-Jugendprojekts. „Für begabte junge Erwachsene ist dies eine einmalige Gelegenheit, eine neue Kultur kennenzulernen, sich mit der Meinung anderer auseinanderzusetzen, sich auszutauschen über wichtige Themen und anderen jungen Menschen eine Stimme zu verleihen. Es ist auch eine Gelegenheit, für etwas einzustehen und mit eigenen Worten auszudrücken, was sich ändern muss.“

Nach dem einwöchigen Besuch muss jeder Gewinner eine „Geschichte aus dem Feld“ erarbeiten, die nächstes Jahr am 8. Mai – dem Welttag des Roten Kreuzes und des Roten Halbmonds – an einer Sonderveranstaltung in Genf präsentiert wird.

Wer an diesem Wettbewerb teilnehmen möchte, muss nach Angaben des IKRK über eine besondere Kommunikationskompetenz verfügen. Ferner müssen Kandidaten an Jugendfragen interessiert sein, den Wunsch haben, etwas zu tun, was das Leben der Menschen verändern kann, und Erfahrung in Freiwilligenarbeit im sozialen oder humanitären Bereich haben. Interessierte „junge Reporter“ müssen einen Artikel, ein Fotoessay oder einen kurzen Videofilm über eine humanitäre Frage ihrer Wahl einsenden. Die Beiträge werden nach redaktioneller Qualität, Originalität und Relevanz bewertet. Die Teilnehmer müssen zwischen 18 und 25 Jahre alt sein, einen gültigen Pass haben und in der Lage sein, im Januar oder Februar 2011 eine Reise zu unternehmen. Junge Leute aus der ganzen Welt werden ermutigt, an dem Wettbewerb teilzunehmen.

Einsendeschluss für die Beiträge ist der 1. Oktober 2010. Die Gewinner werden bis spätestens 1. November 2010 benachrichtigt. Die genauen Teilnahmebedingungen finden sich unter www.icrc.org/eng/competition.

http://www.icrc.org

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